Neuerlicher Besucher-Rekord für die "Lange Nacht der Kirchen"

Rund 275.000 Menschen - davon mehr als 120.000 allein in Wien -besuchten die rund 3.000 Einzelveranstaltungen in ganz Österreich -Der Stephansdom war wieder der Besuchermagnet Nummer eins

Wien, 30.5.08 (KAP) Neuerlicher Besucher-Rekord für die "Lange Nacht der Kirchen": Rund 275.000 Menschen - davon mehr als 120.000 allein in Wien - haben nach Schätzungen der Veranstalter am Freitagabend die offenen Kirchen besucht. In ganz Österreich standen 570 Gotteshäuser ab 18 Uhr offen und begeisterten die Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichsten Programmangeboten spiritueller, musikalischer und kultureller Art. Insgesamt wurden rund 3.000 Einzelveranstaltungen bei freiem Eintritt angeboten. Die "Lange Nacht der Kirchen" - ein gemeinsames Projekt aller 14 Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates in Österreich - war in diesem Jahr zum ersten Mal in allen Bundesländern veranstaltet worden (www.langenachtderkirchen.at).

Besuchermagnet Nummer eins der "Langen Nacht der Kirchen" in Wien war auch heuer wieder der Stephansdom. Mehr als 40.000 Menschen bestaunten im Lauf des Abends die spektakuläre Lichtinstallation des deutschen Künstlers Stefan Knor. Auf den Schwingen einer 90 Meter langen Engelsskulptur, die sich durch das ganze Hauptschiff der Kathedrale zog, wurden überdimensionale Porträtfotos unterschiedlicher Menschen projiziert - darunter einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dompfarrgemeinde. Die Bilder sollten zum Ausdruck bringen, dass jeder Mensch für andere zum Boten Gottes und damit zu einem Engel werden kann.

Vor dem weit geöffneten Riesentor, durch das pausenlos Menschen in den Dom strömten, berichtete Dompfarrer Toni Faber im Gespräch mit "Kathpress" von den begeisterten Reaktionen der Kirchenbesucher. "So habe ich den Dom noch nie erlebt", sei der ausschließlich positive Tenor, Kritik an der modernen Installation gebe es keine: "Wir verstellen mit der Installation nichts, sondern bringen mit modernen Methoden wieder neue Facetten unseres Stephansdoms hervor", freute sich Faber.

Eine lange Schlange bildete sich bis spät in der Nacht auch unter dem Südturm des Domes, wo hunderte Besucher die 343 Stufen zur Türmerstube im 136 Meter hohen "Steffl" hinaufstiegen. Mehr als 400 Jahre lang (bis 1955) hatten dort die Türmer als Feuerwachen Ausschau nach eventuellen Bränden in der Stadt gehalten. Die Besucher in der "Langen Nacht der Kirchen" konnten sich auf den Genuss des Panoramas des nächtlichen Wien beschränken. (forts)
K200805026
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0006