Weninger: Niederösterreich ist kein Vorbild bei der Behindertenbeschäftigung

Im Landesdienst fehlen 175 Jobs für Menschen mit Behinderungen

St. Pölten, (SPI) - "Während Bundesländer wie die Steiermark und das Burgenland die Beschäftigungspflicht von Menschen mit Behinderungen nach dem Behinderteneinstellungsgesetz übererfüllen, ist Niederösterreich leider seit vielen Jahren stark säumig", bedauert Abgeordneter zum Nationalrat Hannes Weninger die schlechte Position unseres Bundeslandes. "Im Landesdienst fehlen laut einer parlamentarischen Anfrage aktuell 175 Jobs für Menschen mit besonderen Bedürfnissen", berichtet Weninger. "Obwohl die Arbeitslosigkeit gerade bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen überproportional hoch ist, zahlt das Land Niederösterreich lieber Strafsteuer, statt den Betroffenen eine Chance zu geben", deckt NR Hannes Weninger einen unhaltbaren Zustand auf. ****

Während das Land Niederösterreich damit um 10 Prozent unter den gesetzlichen Vorgaben liegt, sind auch andere Dienstgeber nicht wirklich soziale Vorbilder für die niederösterreichische Wirtschaft. Unerfreulich ist, dass auch Institutionen wie die Wirtschaftskammer (-49,8%), die Landwirtschaftskammer (-56%), aber auch die Erzdiözese Wien (-2,5%) und die Diözese St. Pölten (-31,6%) lieber Abschlagszahlungen in Kauf nehmen, als ihre gesetzliche Pflicht zu erfüllen. Diese Daten stammen aus einer aktuellen Anfrage im Parlament an das Sozialministerium.

"Gerade öffentliche oder halböffentliche Institutionen haben neben der gesetzlichen Aufgabe auch die moralische Verantwortung, Menschen mit Behinderungen berufliche Perspektiven zu ermöglichen. Es gilt auch der Privatwirtschaft vorzuleben, dass Menschen mit Behinderungen leistungsfähige MitarbeiterInnen sein können", so Weninger. NR Hannes Weninger fordert nicht nur eine rasche Erfüllung zumindest der gesetzlichen Vorgaben, sondern auch eine offene Debatte welche Dienstposten Menschen mit Behinderungen zur Verfügung gestellt werden können und welche Aufstiegschancen vorhanden sind. Auf Grund der Unterschiedlichkeit der Betroffenen, muss eine Vielfalt an Jobmöglichkeiten geschaffen werden", so NR Hannes Weninger abschließend.
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