Moser zu Lobauautobahn: Europameistertitel für Österreich beim Geld verschwenden?

Heute Grüne Aktion vor dem Verkehrsministerium: Schluss mit Betonieren - Öffis finanzieren!

Wien (OTS) - Die Grünen haben heute vor dem Verkehrsministerium
mit ihrer Aktion "Schluss mit Betonieren - Öffis finanzieren" gegen die Pläne zur Lobauautobahn und anderen sinnlosen Autobahn-Projekten mobil gemacht und darauf gepocht, stärker in die Öffis zu investieren. Anlass der Aktion: Die ASFINAG plant bereits für Herbst 2008, die Unterlagen zur Lobauautobahn beim Verkehrsministerium zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) einzureichen. Dieser "Fortschritt" wird dieser Tage von den Projektbetreibern stolz in den betroffenen Teilen von Wien und Niederösterreich präsentiert.

"Aus Sicht der Grünen ist dieser weitere Schritt zur Realisierung des Unsinnsprojekts Lobauautobahn kein Grund zum Feiern. Wien setzt mit Projekten wie diesen seinen vergleichsweise erfreulichen Öffi-Anteil aufs Spiel und Verkehrsminister Faymann unterstützt dies auch noch", kritisiert die Verkehrssprecherin der Grünen Gabriela Moser und weiter: "Die Lobauautobahn wäre durch zusätzliche Schadstoff- und Lärmemissionen ein Rückschritt für den Nationalpark Donau-Auen und die Menschen, die in seinem Umfeld wohnen und im Nationalpark Erholung suchen".

Zudem ist die Lobauautobahn eine gefährliche Drohung für AutofahrerInnen und SteuerzahlerInnen, die das Projekt finanzieren müssen. "Nach offiziellen Angaben soll das Projekt, das sich über 19 km erstrecken soll, davon gut 8 km Tunnel, 1,6 Mrd. Euro netto verschlingen. Das sind mit Finanzierungskosten - denn es müsste ja auf Pump gebaut werden - mindestens 2,4 Mrd. Euro. Selbst wenn man diese nach Ansicht der Grünen zu gering eingeschätzten Kostenschätzungen ernst nimmt, heißt dies: Über 84 Mio. Euro pro Kilometer, mit den Finanzierungskosten fast 130 Mio. Euro pro Kilometer. Moser: "In Zeiten hoher Treibstoffpreise weiter auf teure Großprojekte für den Autoverkehr zu setzen, den sich immer weniger Menschen leisten können, ist verfehlte Politik. Diesem Betonier-Wahnsinn muss ein Ende gemacht werden. Wir brauchen stattdessen endlich genügend Geld für den längst überfälligen Ausbau der Öffis." Die Grünen fordern vom Verkehrsminister, zusätzliche Bus-und Bahnangebote mit mindestens 80 bis 100 Millionen statt bisher 10 Mio. Euro zu fördern und endlich die Querfinanzierung der Schiene aus Straßen-Mauteinnahmen voranzubringen. Nur so wird die nötige Klimawende im Verkehr gelingen", so Moser abschließend.

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