GPA-DJP-Katzian zu Pensionen: Politik darf sich nicht hinter Automatismus verstecken

Ein großes Stück Sicherheit geht verloren

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Die Entscheidung über die künftige Höhe einer Pension muss auch künftig eine politische Entscheidung sein und kann nicht durch einen mathematisch ausgelösten Automatismus ersetzt werden", äußert sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Wolfgang Katzian, kritisch zur gestern bekannt gewordenen Einigung über eine künftige Pensionsautomatik. ++++

"Eine der reichsten Gesellschaften muss auch künftig in der Lage sein, jene politischen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Lebensstandard auch im Alter zu sichern. Dies muss auch in Hinkunft eine politische Entscheidung bleiben und ist im Grunde eine reine Verteilungsfrage. Durch automatische Verschlechterungen geht ein großes Stück Sicherheit über Pensionsantrittsalter und Leistungshöhe verloren. Damit wird ein wesentlicher Vorteil des leistungsdefinierten Pensionskontos preisgegeben. Politiker sind dafür gewählt, die Verantwortung für politische Weichenstellungen zu übernehmen. Diese kann nicht durch einen mathematischen Automatismus ersetzen werden", so Katzian.

ÖGB, 30. Mai 2008 Nr. 331

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