Wurm: Notwendiger Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen darf nicht an konservativer Ideologie scheitern

Nur Tirol und Vorarlberg zögern noch, 15a-Verträge zu unterzeichnen

Wien (SK) - "Wie will man das den Familien, die dringend auf einen qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsplatz warten, erklären, dass das angebotene Geld des Bundes für den Ausbau der Betreuungseinrichtungen einfach liegen gelassen wird?", sagte SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Am Samstag Nacht läuft die Frist zur Unterzeichung der Verträge aus - bis auf Tirol und Vorarlberg gibt es Fixzusagen aller anderer Bundesländer, zu unterschreiben, respektive haben sie das bereits getan. "Ganz offensichtlich soll hier der dringend benötigte Ausbau der Betreuungsplätze konservativer Ideologie geopfert werden", stellte Wurm fest. ****

Schließlich, so Wurm, würden sich 71 Prozent der Frauen in Tirol und 64 Prozent in Vorarlberg wünschen, dass es mehr Kinderbetreuungseinrichtungen gibt, die ganztägig mit Mittagstisch und ganzjährig geöffnet haben. "Kinderbetreuungseinrichtungen sind nicht als Kinderabstellplätze zu sehen. Es handelt sich vielmehr um hochwertige Bildungseinrichtungen, in denen die Kinder motorische, räumliche, soziale und sprachliche Fähigkeiten erlernen, die ihnen für das ganze weitere Leben einen Startvorteil verschaffen", betonte Wurm.

Die SPÖ-Frauensprecherin meinte abschließend: "Ich hoffe, dass sich die Entscheidungsträger der beiden noch ausstehenden ÖVP-regierten Bundesländer Tirol und Vorarlberg bis zum Ablaufen der Frist morgen Nacht noch überzeugen lassen, dass man geschenktes Geld vom Bund, das den Familien zugute kommt, nicht zurückweist. Denn die abgewiesenen Finanzmittel erhalten dann eben die anderen Bundesländer - und die Frauen und Kinder in Tirol und Vorarlberg gehen leer aus." (Schluss) up

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