Gesundheitsreform: FPÖ-Bösch unterstützt Vorarlberger Ärztekammer

Reform bedeutet Zerschlagung der Gesundheitsversorgung

Wien (OTS) - Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Dr.
Reinhard E. Bösch kritisierte heute die geplante Gesundheitsreform als ein Mehr an Bürokratie und ein Weniger an Gesundheitsversorgung. Bösch schließt sich deshalb vollumfänglich der Kritik der Vorarlberger Ärztekammer an, die den geplanten Entwurf eines Krankenversicherungs-Änderungsgesetzes ebenfalls kritisch sieht. Die Vorarlberger Ärztekammer reagierte mit einer umfangreichen Stellungnahme auf die geplanten Änderungen und unterbreitete der Regierung etliche Verbesserungsvorschläge.

"Als Profiteure der geplanten Gesundheitsreform kommen nur die Sozialpartner in Frage, die in der neuen Holding mehr Posten zu besetzen haben. Das Hauptproblem des Gesundheitssystems wird damit immer mehr eine Zunahme der Bürokratie, die das System immer mehr lähmt. Auch das Spitalwesen als großer Kostenfaktor wird komplett ausgeklammert und so verdienen die geplanten Veränderungen nicht den Begriff ‚Reform‘", so Bösch. "Das Behandlungsverhalten der Ärzte jedenfalls löste die finanzielle Misere des Gesundheitswesens nicht aus. Ich unterstütze daher die Kritik der Vorarlberger Ärztekammer an der Gesundheitsreform", sagte Bösch weiter.

"Ich forderte Gesundheitsministerin Kdolsky auf, die Kritik an den Reformplänen ernst zu nehmen und eine umfangreiche Diskussion mit den Betroffenen zu suchen, um eine echte Gesundheitsreform durchzusetzen, die auch die Interessen der Länder berücksichtigt. Dazu sollte die Ministerin endlich auf einen Expertenrat, wie ihn die Stellungnahme der Vorarlberger Ärztekammer darstellt, eingehen", appellierte Bösch abschließend an die Gesundheitsministerin.

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