Tschad-Einsatz: DARMANN: "Bundesheer kann diese Kosten nicht selbst tragen"

Wien (OTS) - "Wir haben schon im Jänner dieses Jahres darauf hingewiesen, daß dieser Tschad-Einsatz in Summe an die 100 Millionen Euro kosten wird. Auch bei einer WEU-Tagung im März in Slowenien wurde festgehalten, daß es logischerweise für einen solchen Einsatz einen größeren finanziellen Spielraum geben müsse. Das österreichische Bundesheer hat aber einen solchen finanziellen Polster nicht. Diese zig Millionen Euro, die dieser Einsatz verschlingen wird, bräuchte das Heer unbedingt selbst, denn der budgetäre Spielraum ist bereits jetzt schon sehr eng bemessen. Es ist nicht verantwortbar, daß diese Kosten vom Verteidigungsressort alleine getragen werden. Für den Auslandseinsatz muß es zusätzliche Mittel geben. Darabos hat aber ohnehin für das Bundesheer nichts übrig", kritisierte heute BZÖ-Wehrsprecher Abg. Gernot Darmann.

Der BZÖ-Wehrsprecher kritisierte auch den Umstand, daß die vorläufigen Kosten bereits 50 Millionen Euro betragen sollen, die sich nun wegen der Verlängerung des Einsatzes auf 100 Mio. Euro erhöhen werden und vom Verteidigungsressort alleine getragen werden müssen, obwohl es sich um einen "Assistenzeinsatz" für das Außenministerium handelt.

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