APA-OTS Politikportalanalyse: Gesundheitsreform und Spritpreise dominieren die Berichterstattung

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (23. bis 29. Mai 2008) belegt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer den ersten Platz. Auf Rang zwei findet sich Vizekanzler Wilhelm Molterer, gefolgt von Tiroler Spitzenkandidaten Fritz Dinkhauser auf Rang drei.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer belegt in dieser Woche mit 446 Nennungen den ersten Rang im Top-30 Politikerranking. Er stand vor allem aufgrund der steigenden Benzin- und Ölpreise im Mittelpunkt der heimischen Tageszeitungen. Am Dienstag verhandelte er gemeinsam mit Vizekanzler Wilhelm Molterer (Rang zwei, 363 Nennungen) über mögliche Gegenmaßnahmen zu den wachsenden Energiekosten. Beide kündigten eine Entlastung der Pendler an. Molterer trat für eine Erhöhung der Pendlerpauschalen und des Kilometergeldes bereits ab dem 1. Juli 2008 ein. Gusenbauer und Molterer appellierten an die Bundesländer, den Menschen ebenso "deutlich unter die Arme zu greifen wie der Bund." Ein weiteres mediales Grundthema Molterers war die Verhandlung mit Ärztekammerpräsident Walter Dorner über die geplante Gesundheitsreform und den Streikdrohungen der Ärzte. Trotz weiterer geplanter Gespräche mit Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (Rang sechs, 226 Nennungen) hält die Ärztekammer an ihrem Aktionsfahrplan fest. Kdolsky und Sozialminister Erwin Buchinger (Rang vier, 272 Nennungen) können sich indes einen Kompromiss bei der Möglichkeit zur Kündigung von Kassenverträgen nach fünf Jahren vorstellen.
Rang drei in der Wertung nimmt der ehemalige Tiroler Arbeiterkammer-Präsident Fritz Dinkhauser mit 278 Nennungen ein. Der Spitzenkandidat der Liste "Bürgerforum Tirol" will sich alle Koalitionsvarianten offen lassen und schloss während einer Podiumsdiskussion eine Koalition mit der ÖVP unter Herwig van Staa (Rang neun, 192 Nennungen) nicht mehr dezidiert aus. Kritik dazu kam von Gerald Hauser, FPÖ (Neueinstieg, Rang 25, 62 Nennungen) und Hannes Gschwentner, SPÖ (Neueinstieg, Rang 19, 77 Nennungen). Ebenfalls im Top-30 Ranking vertreten: Georg Willi von den Tiroler Grünen auf Platz 23 mit 64 Nennungen.
Auf Platz fünf im Ranking findet sich der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider mit 249 Nennungen. Seine Medienpräsenz fußt auf der Forderung nach einer Landeshauptleutekonferenz, bei der über einen Preisstopp der Mineralölsteuer beraten werden soll.

Weitere Neueinstiege in das Top-30 Politikerranking: Maria Berger, SPÖ (Rang 16, 90 Nennungen), Christoph Matznetter, SPÖ (Rang 19, 77 Nennungen), Klaus Liebscher, OeNB (Rang 22, 65 Nennungen), Wolfgang Sobotka, ÖVP (Rang 24, 63 Nennungen), Doris Bures, SPÖ (Rang 26, 61 Nennungen), Hermann Schützenhöfer, ÖVP (Rang 27, 60 Nennungen), Josef Stockinger, ÖVP (Rang 29, 59 Nennungen) und Johannes Hahn, ÖVP (Rang 30, 57 Nennungen).

Diese Woche finden sich 13 PolitikerInnen der ÖVP und zehn der SPÖ im Ranking. Grüne, FPÖ und BZÖ stellen jeweils einen Vertreter. Außerdem unter den Top-30: Fritz Dinkhauser vom "Bürgerforum Tirol", Bundespräsident Heinz Fischer, Christoph Leitl von der Wirtschaftskammer und Klaus Liebscher von der Österreichischen Nationalbank.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

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