Sozialistische Jugend: Erhöhung des Pensionsantrittsalters ist einer Sozialdemokratie unwürdig

SPÖ darf nicht die Pensionsraubmaßnahmen einer schwarz-blau-orangen Regierung fortsetzen

Wien (OTS) - Absolut inakzeptabel ist für Wolfgang Moitzi, gf. Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend (SJ) Österreich, das von der Bundesregierung vorgelegte Pensionspaket. "Die automatische Erhöhung des Pensionsantrittsalters und der Beiträge treffen Jung und Alt. Aber vor allem jüngere Menschen werden durch die zukünftigen automatischen Verschlechterungen im Pensionssystem hart getroffen. Daher ist mir rätselhaft, wie die SPÖ einem solchen Paket zustimmen kann. Gerade wenn man bedenkt, dass die Bundesregierung offenbar vorhat, Steuergelder aus Stiftungen aus unerfindlichen Gründen wieder zurückzuzahlen", so Moitzi am Freitag.

Moitzi erwartet sich von der SPÖ eine klare Linie für die Interessen von ArbeitnehmerInnen - sowohl für jung als auch alt. "Auch wenn die SPÖ-Spitze immer wieder betont, dass eine große Koalition kein Wunschkonzert ist, so darf dies keinesfalls die Aufgabe zentraler sozialdemokratischer Kerninteressen bedeuten. Die SPÖ hat 2004 ein Pensionsvolksbegehren gegen den schwarz-blau-orangen Pensionsraub durchgeführt, das auch die SJ unterstützt hat. Der aktuelle Vorschlag ist ein Schwenk um 180 Grad. Wenn hier seitens der ÖVP, von der ich mir von Haus aus keine Politik für die arbeitenden Menschen erwarte, nicht mehr Kompromissbereitschaft vorhanden ist, dann ist das ein guter Grund, diese Koalition zu beenden. Auf jeden Fall darf die SPÖ die ÖVP bei ihrem Pensionsraubvorhaben nicht unterstützen", so Moitzi abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

SJÖ
Wolfdietrich Hansen
Tel.: 01 523 41 23 oder 0699 19 48 04
http://www.sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001