Wehsely: PatientInnen im Mittelpunkt der KH Nord-Architektur

KAV lobte Architekturwettbewerb für High-Tech-Spital mit Wohlfühlcharakter aus

Wien (OTS) - Am 30. April startete der EU-weite zweistufige Architekturwettbewerb für das rund 850 Betten umfassende neue Krankenhaus Nord. "Für uns stehen bei der Gestaltung des Krankenhauses Nord, wie bei allen Planungen, die PatientInnen im Mittelpunkt. Menschlichkeit und Wohlfühlatmosphäre sind die obersten Prämissen - sowohl bei der Architektur als auch bei der medizinischen Behandlung. Für unsere Wiener PatientInnen suchen wir daher nach kreativen Architekturlösungen für das modernste Spital Europas", erklärte am Freitag die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold, der Schweizer Architektin Silvia Gmür und Architekt DI Hermann Eisenköck. Marhold betonte: "Wir kommen mit dem Krankenhaus Nord zur nächsten Planungsphase. Der Architekturwettbewerb ist so angelegt, dass sich auch kleine Architekturbüros ohne lange Referenzlisten beteiligen können. Damit steht die Teilnahme am Wettbewerb allen frei, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt."****

Die Jury setzt sich aus angesehenen Fach- und SachpreisrichterInnen zusammen. So ist Silvia Gmür, ehemalige Präsidentin des Schweizer ArchitektInnenverbandes BSA, zur Vorsitzenden des Preisgerichtes ernannt worden. Die renommierte Architektin verfügt über mehr als 20-jährige Erfahrung im Spitalsbau. Gmür: "Für ein modernes Krankenhaus benötigen wir typologische Lösungen, die grundsätzlich den Aspekt der Veränderbarkeit, sprich Flexibilität, und Nachhaltigkeit sowie der räumlichen Qualität beinhalten. Unter Wohlfühlarchitektur verstehen wir die harmonische Übereinstimmung von Struktur, Raum, Licht, Farbe und Material als Designmaßnahmen."

Gmürs Stellvertreter in der Jury ist der international erfolgreiche österreichische Stararchitekt Prof. Mag. Boris Podrecca, der in Wien mit Großprojekten wie dem Vienna Bio Center und dem Millennium Tower vertreten ist. Ebenso mit dabei ist DI Hermann Eisenköck. Eisenköck, vielfach mit Preisen ausgezeichnet, ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Design-Stiftung Österreich sowie Vorstandsmitglied der Stiftung Österreichischer Skulpturenpark. Seit 1998 ist er gemeinsam mit Herfried Peyker geschäftsführender Partner der Architektur Consult ZT GmbH, die in Wien beispielsweise für die Planung des T-Centers in St. Marx verantwortlich zeichnet. "Beim Krankenhaus Nord handelt es sich um eines der größten, öffentlichen Bauvorhaben der Stadt Wien im nächsten Jahrzehnt. Da ist die Erzielung eines hochwertigen Architekturergebnisses enorm wichtig", so Eisenköck.

In Summe gibt es acht Fachpreis- und sieben SachpreisrichterInnen plus StellvertreterInnen. Die Zusammenstellung der Jury als auch die Erstellung der Wettbewerbsunterlagen erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulten für Wien, Niederösterreich und Burgenland. DI Andreas Gobiet, Präsident der ArchitektInnenkammer: "Die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten hat als Standesvertretung ein primäres Interesse an der bestmöglichen Qualität von Wettbewerbsausschreibungen. Durch die langjährige Erfahrung und Wettbewerbsbegleitung konnten durch den fachlichen Input der Kammer Kritiken an Ausschreibungen und Verfahren deutlich reduziert und zeitliche Verzögerungen durch Ausschreibungsmängel vermieden werden." DI Thomas Kratschmer, Sektionsvorsitzender der Architekten: "Auch bei dem Verfahren für das Krankenhaus Nord konnte bereits die erste konstituierende Sitzung aufgrund der praxisnahen Ausschreibungsunterlagen zügig vonstatten gehen."

Besondere Wettbewerbsform

Dank der guten Kooperation mit der ArchitektInnenkammer kam neben der hochkarätigen Jury auch eine spezielle Form des Wettbewerbes zustande. So ist etwa die Eingangsschwelle zur Teilnahme absichtlich niedrig angesetzt. Größe des Architekturbüros, Referenzen oder Umsatznachweise sind in der ersten Stufe noch nicht relevant. Erst nach der Entscheidung der Jury müssen die Eignungskriterien, wie etwa Referenzen oder die Zahl qualifizierter MitarbeiterInnen, nachgewiesen werden. Dies ist auch durch Zusammenschlüsse mit anderen Büros möglich.

Inhalte der Planungsentwürfe

Mit erwarteten 40.000 stationären Aufnahmen, 250.000 Ambulanzfrequenzen und 16.000 operativen Eingriffen pro Jahr wird das Krankenhaus Nord künftig ein wichtiger Eckpfeiler der Wiener Spitalslandschaft sein. Modernste Standards, überwiegend Ein- und Zweibettzimmer sowie ein angenehmes Ambiente sind Grundvoraussetzung für das Spital mit Wohlfühlcharakter. Das innovative Planungskonzept sieht effiziente Betriebsstrukturen und die Errichtung von multidisziplinären Zentren, in denen verwandte Fachabteilungen zusammenarbeiten, vor. Aber auch der Ausbau der tagesklinischen Versorgung und die Neuorganisation der Erstversorgung sind Teile des Konzeptes. Selbstverständlich wird auch auf eine harmonische Einbindung in die umgebende Stadtstruktur geachtet.

High-Tech-Spital mit Wohlfühlcharakter

Zum Thema "Wohlfühlspital" hat der Wiener Krankenanstaltenverbund einige Punkte in der Ausschreibungsunterlage fixiert. So sind die teilnehmenden ArchitektInnen aufgerufen, Baukörper zu planen, in denen eine angenehme und gesundheitsfördernde Atmosphäre herrscht. Neben dem hohen Anspruch an Funktionalität und Zweckmäßigkeit, den ein Spital selbstverständlich erfüllen muss, sind weitere erklärte Ziele der architektonischen Gestaltung die Vermittlung von Sicherheit und Geborgenheit.

Ablauf des Architekturwettbewerbs

Die EU-weite Veröffentlichung erfolgte am 30. April. Auslober des Architekturwettbewerbes ist der Wiener Krankenanstaltenverbund. In der ersten Stufe werden bis Mitte August Pläne mit Lösungsvorschlägen erarbeitet. Gefragt sind vorerst städtebaulich-architektonische Grundkonzepte auf Basis des vorliegenden Raum- und Funktionsprogramms unter Berücksichtigung des Umfeldes. Von diesen Konzepten kommen einige in die engere Wahl. In der zweiten Stufe werden diese Entwürfe vertieft. Um hier auch entsprechend detaillierte Ergebnisse zu erzielen, ist ein Zeitraum bis zum Spätherbst dieses Jahres vorgesehen. Das Siegerprojekt des Wettbewerbs soll Anfang 2009 feststehen. (Schluss) bw/me

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