Farben der Deportation

Ausstellung und Gespräch über Gedenkkultur in Österreich, Polen und Tschechien in der Volkshochschule Hietzing am 3. Juni

Wien (OTS) - Zur Ausstellungseröffnung "Farben der Deportation"
der Volkshochschule Hietzing (13.,Hofwiesengasse 48) am 3. Juni werden auch Vertreter von vier Städten, in die Hietzingerinnen und Hietzinger in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert wurden, nach Wien kommen. Sie berichten über die Gedenkkultur und die Projekte, die die Erinnerung an die Opfer der Shoa wach halten. Berichtet wird über Erfolge aber auch Widerstände und den alltäglichen Antisemitismus. Nach Wien kommen Adam Sitarek vom Institut für Toleranz aus Lodz, Till Hilmar, der als Gedenkdiener in Terezin lebt, Bogdan Bialek, Zeitungsherausgeber aus Kielce, jenem Ort, wo wenige Monate nach der Befreiung im Jahr 1946 bei einem Pogrom Dutzende Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Bogdan Bialek hat in Eigenregie mit seinem Bruder ein Denkmal für die Opfer des Pogroms realisiert.

An verschiedenen öffentlichen und privaten Gebäuden hängen zurzeit in Hietzing verschiedenfarbige quadratische Fahnen in Erinnerung an die Deportation und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Diese Fahnen sind Teil des EU-Projektes (Aktive europäische Erinnerung, Aktion 4) der Volkshochschule Hietzing.
Der Erfahrungsaustausch beginnt am 3. Juni um 16 Uhr in der Volkshochschule Hietzing. Eintritt kostenlos.

Ausstellungseröffnung durch Mag.a Prammer

Um 18.30 Uhr wird die Ausstellung "Farbe der Deportation" durch Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer eröffnet. Neben der Fotodokumentation wird auch ein Denkmal in Form von Erinnerungswürfeln vorgestellt. In zwei Würfeln mit jeweils einer Lade für Karteikarten wird das Schicksal der Jüdinnen und Juden des Bezirks dokumentiert und kann nachgeschlagen und jederzeit ergänzt werden. Diese Würfel werden in der Volkshochschule zum Forschen anregen und im Anschluss daran im Bezirksamt Hietzing und im Bezirksmuseum aufgestellt.

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(Schluss) vhs

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