WIFO- und IHS-Bildungsexperten beim III. Dialogforum Hirschwang von AKNÖ/ÖGB NÖ

Enquete am 24. Juni im Schloss Reichenau zum Spannungsfeld Bildung -Migration - Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - Die Niederösterreichische Arbeiterkammer und der ÖGB NÖ veranstalten bereits zum 3. Mal das "Dialogforum Hirschwang" im Schloss Reichenau. AKNÖ-Präsident Josef Staudinger: "Das Dialogforum Hirschwang hat sich als offene wissenschaftliche Plattform einen festen Platz erobert und bietet auch Journalistinnen und Journalisten viel Hintergrundinformation für ihre Arbeit." Neben Fragen zur Migration steht die Bildungsdiskussion im Zentrum der Tagung am 24. Juni.

Die Suche nach dem besseren Leben ist immer noch wichtigster Grund für die Migration nach Österreich. WIFO-Bildungsexpertin Julia Bock-Schappelwein wird beim III. Dialogforum den Zusammenhang zwischen Qualifikation und Lebensperspektive der MigrantInnen untersuchen: "Zu den Arbeitskräften aus den traditionellen Gastarbeiterregionen kommen jetzt auch Arbeitskräfte aus den alten und den neuen EU-Ländern. Doch hoch qualifizierte Personen halten sich eher zeitlich begrenzt in Österreich auf." Je geringer die Qualifikation umso langfristiger ist der Aufenthalt angelegt. Bock-Schappelwein: "Das führt zu einer eingeschränkten Beschäftigungsperspektive und fordert Bildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für diese MigrantInnengruppen geradezu heraus."
IHS-Bildungsexperte Lorenz Lassnig: "Die mittlere Berufsbildung ist in Österreich sehr stark, die Hochschulbildung noch immer schwach ausgeprägt." Der IHS-Experte wird sich mit der Frage beschäftigen, wie wirksam Bildungsinvestitionen tatsächlich sind. Auch die Verteilung von Erst- und beruflicher Weiterbildung in Österreich steht für ihn auf dem Prüfstand.

Das österreichische Bildungswesen: selektiv und trotzdem nicht gut genug Sehr kritisch wird sich Gabriele Schmid, Leiterin der Bildungsabteilung der AK Wien mit dem Thema "Bildung am Arbeitsmarkt" befassen: "Das Schulsystem ist sehr selektiv, trotzdem bleiben die AbsolventInnen hinter den Erwartungen des Arbeitsmarktes zurück." Egal, was man gelernt hat, es scheint nie das Passende zu sein. Und für Migranten ist selbst eine hohe Qualifikation keine Garantie für eine rasche Integration auf dem Arbeitsmarkt. Sehr oft werden im Herkunftsland erworbene Berufs- oder Schulabschlüsse nicht anerkannt und müssen in teuren Nostrifizierungskursen zum zweiten Mal erworben werden.

III. Dialogforum Hirschwang: "Arbeitsmarkt ohne Schranken -Überwindet Bildung alle Grenzen?"
Dienstag, 24. Juni, ab 9.30 Uhr, ganztägig.
Für JournalistInnen ist auf Anfrage ein Zubringerdienst zum Schloss Reichenau eingerichtet.
Rückfragen: Dr. Sonia Raviola, Projektleiterin, Tel. 05-7171-1202. Anmeldungen und weitere Informationen unter: www.dialog-forum.eu

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Peter Sonnberger
Tel.: (01) 58883-1247
presse@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001