AK: Höchste Zeit für angemessene Verteilung von Frauen und Männern in Aufsichtsräten

Wien (OTS) - Im Zuge der Umsetzung der Aktionärsrichtlinie fordert die AK, dass sowohl im Aktien- als auch im GmbH-Gesetz eine Bestimmung über eine angemessene Verteilung von Frauen und Männern im Aufsichtsrat aufgenommen wird. AK-Studien der letzte Jahre zeigen, dass ohne rechtliche Verbindlichkeit der Frauenanteil in österreichischen Aufsichtsräten nach wie vor unter 5 Prozent liegt. Die AK begrüßt, dass der Kapitalmarktbeauftragte und Vorsitzende des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance, Richard Schenz, ebenfalls Handlungsbedarf sieht und für ihn eine Verankerung der Geschlechterverteilung im Aufsichtsrat grundsätzlich im Corporate-Governance-Kodex vorstellbar ist. Da der Kodex nur für börsenotierte Unternehmen und auf freiwilliger Basis gilt, ist dieser Schritt aus AK-Sicht aber nicht ausreichend. In einem ersten Schritt sollte daher im Rahmen des Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz 2009 die angemessene Verteilung von Frauen und Männern im Aufsichtsrat aufgenommen werden. In einigen europäischen Staaten - Spanien, Frankreich, Schweden, Schweiz, Finnland, Dänemark - wurden bereits Schritte in Richtung gesetzliche Verankerung gesetzt, um die Präsenz von Frauen in Führungsgremien zu erhöhen. Vorreiter ist Norwegen, wo Unternehmen seit heuer eine 40-prozentige Geschlechterquote im Aufsichtsrat erfüllen müssen.

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