Neues Volksblatt: "Objektiviert" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 30. Mai 2008

Linz (OTS) - Noch sind für eine tiefergehende Analyse der nun von der Regierung vorgelegten "Pensionsautomatik" zu viele Detailfragen offen. Und der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. Auch die vorläufige Kommentar-Zurückhaltung der Seniorenspitzen von ÖVP und SPÖ lässt auf noch ausständige Prüfungen des Entwurfs schließen - und eine zum jetzigen Zeitpunkt doch überraschende Einigung.
Der Ansatz der Reform ist aber zweifellos richtig: Mit der Lebenserwartung und der Kostenfrage, also der Entwicklung des Verhältnisses zwischen Einnahmen und Ausgaben im Pensionssystem, sind die beiden entscheidenden Faktoren zur Zukunftssicherung der Altersvorsorge erfasst. Diese nun als eine Art objektivierte Basis für vorgegebene Schritte, etwa beim Pensionsalter oder auch der Pensionshöhe zu nehmen, lässt hoffen, dass künftige Reformen zumindest ein wenig mehr von Seriosität und weniger von Populismus getragen werden - zumindest auf Seiten jener, die Politik als ernste Verantwortung und nicht als nur oppositionelles und populistisches Krakeelen betrachten. Zu leugnen, dass auch künftig Anpassungen nötig sein werden, geht jedenfalls nur an der Realität vorbei.

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