Caritas: "Hilfe in Burma kommt an"

Tagung der Caritasdirektoren in Wien im Zeichen der Naturkatastrophen in Asien

Wien, 29.5.08 (KAP) Caritas-Präsident Franz Küberl hat am Donnerstag die Österreicherinnen und Österreicher weiter um ihre Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms "Nargis" in Myanmar (Burma) gebeten. "Unsere Aufgabe ist mitzuhelfen, dass die Menschen aus dieser Not herauskommen", so Küberl im "Kathpress"-Gespräch.

Zahlreiche Spender hätten sich in den vergangenen Tagen mit Fragen zur Hilfsaktion in Burma an die Caritas gewandt. Die Menschen interessiere, ob die Hilfe ankommt und wie die Hilfsgüter zu den Opfern kommen. Die Caritas hat deshalb "10 Fragen und Antworten" im Zusammenhang mit den Spenden zusammengestellt.

Darin wird betont, dass die Hilfe ankommt: "Die Caritas arbeitet in Burma mit lokalen, burmesischen Partnerorganisationen zusammen, die vom Militärregime nicht behindert werden." Zwei österreichische Caritas-Experten stehen zudem den burmesischen Hilfsteams zur Seite.

Aus Spenden der Österreicherinnen und Österreicher finanzierte Hilfsgüter wie Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel und Medikamente werden an Ort und Stelle eingekauft und vor allem mit Booten ins Katastrophengebiet im Irrawady-Delta gebracht (Caritas-Spendenkonto:
PSK 7,700.004; BLZ 60.000, Kennwort: Myanmar/Burma).

Caritasdirektoren fordern Bund zum Handeln auf

Die Beratungen um die Hilfe für die Opfer der Naturkatastrophen in Myanmar und China standen im Mittelpunkt der Beratungen der österreichischen Caritasdirektoren bei ihrer Frühjahrstagung in Wien. In den Gesprächen ging es u.a. aber auch um Fragen der Pflege sowie um das Thema Entwicklungszusammenarbeit. Die Caritasdirektoren sprachen sich dabei erneut dafür aus, dass der Bund seiner Verpflichtung, bis 2010 die Entwicklungshilfemittel auf 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen, nachkommt. Vizekanzler Wilhelm Molterer hatte im April in einem "trend"-Interview erstmals die Erreichung dieses von der Regierung versprochenen Etappenziels in Frage gestellt.

Den österreichischen Pfarren sprachen die Caritas-Verantwortlichen "ein großes Danke für deren Engagement" aus, wie Küberl mitteilte. Die Caritasdirektoren bitten derzeit in ihren Diözesen um zusätzliche freiwillige Mithilfe der Pfarren beim Sammeln von Spenden: "Wir sind froh, dass sich die Pfarren da engagieren", so der Caritas-Päsident.

Am Mittwochabend waren die österreichischen Caritasdirektoren zu einem Gespräch mit Kardinal Christoph Schönborn zusammengetroffen und hatten mit ihm eine Vesper gefeiert. Bereits am Dienstag hatten sie das Integrationsprojekt "brunnen.passage" der Caritas der Erzdiözese Wien in Wien-Ottakring besucht. (ende)
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