Grillitsch: Milch ist zum Wegschütten zu schade

Klares Nein zum Preiskampf auf dem Rücken unserer Milchbauern

Wien (OTS) - "Milch ist unser wertvollstes und gesündestes Lebensmittel. Daher ist es zum Wegschütten viel zu schade", erklärte Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch in einer Aussendung. "Der Konsument ist grundsätzlich bereit, für österreichische Produkte mehr zu zahlen, hat aber kein Verständnis für leere Regale und die Vernichtung von Lebensmitteln", so Grillitsch. Der Bauernbund stehe voll hinter seinen 45.000 österreichischen Milchbauern und sei klar gegen den Preiskampf der Handelsketten auf dem Rücken der Bauern. "Dies haben wir auch schon beim Österreichischen Milchaktionstag am 13.05. in ganz Österreich klar gemacht", erklärt der Bauernbundpräsident. Der Imageschaden der Bauern wäre aber bei einer Lebensmittelvernichtungsaktion - gerade in der aktuell geführten Diskussion über steigende Lebenshaltungskosten - enorm. "Wir gehen einen anderen Weg und setzen voll und ganz auf Verhandlungen mit dem Handel und appellieren an dessen Verantwortungsbewusstsein und Vernunft", so Grillitsch.

Jeder Österreicher verbrauche im Jahr rund 78 kg Milch und 17,5 kg Käse. Ein Sechstel der österreichischen Milchmenge sei Biomilch. "Die Österreicher vertrauen beim Einkauf auf heimische Lebensmittel. Eine aktuelle OGM-Umfrage zeigt, dass der Begriff 'vom österreichischen Bauern' mit 81% den größten Vertrauensvorschuss bei den Konsumenten besitzt. Die Herkunft von Milchprodukten nimmt in Österreich einen großen Stellenwert ein. Durch einen Lieferstreik wird darüber hinaus die Austauschbarkeit von österreichischen Milchprodukten mit ausländischen massiv erhöht." Der Bauernbund bemühe sich intensiv, österreichische Produkte zu bewerben und das Vertrauen der Konsumenten in österreichische Produkte zu stärken. In Richtung Handel stellt Grillitsch unmissverständlich fest, dass er sich klare Signale für unsere Milchbauern erwarte.
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