Gesundheit - Blecha für Finanzierung des Gesundheitswesens aus einer Hand

Pensionistenvertreter wollen Sitz und Stimme in Sozialversicherungs-Holding

Wien (SK) - Im Rahmen einer Tagung des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) zur Gesundheitsreform fand heute, Donnerstagmittag, eine Pressekonferenz mit PVÖ-Präsident Karl Blecha, PVÖ-Gesundheitssprecher und dem Obmann der Pensionsversicherungsanstalt Karl Haas statt. Blecha sprach sich dabei für die Finanzierung des Gesundheitswesens "aus einer Hand" aus. Als "wesentliche, positive Eckpfeiler" wertete Blecha es, dass im von den Sozialpartnern vorgelegten Papier sichergestellt werde, dass es "zu keinen Verschlechterungen für die Patienten und weder zu Erhöhungen der Beiträge noch der Selbstbehalte" kommt. Es sei weiters eine "unabdingbare Forderung" der Pensionistenvertreter, dass sie in der neuen Sozialversicherungs-Holding "mit Sitz und Stimme vertreten" sind. ****

Blecha unterstrich bei der Pressekonferenz mit dem Titel "Licht und Schatten der Gesundheitsreform" auch, dass "das finanzielle Risiko einer Erkrankung kein individuelles sein darf", so das Plädoyer des PVÖ-Chefs für ein solidarisches Gesundheitswesens. Angesichts der Dringlichkeit der Kassensanierung "begrüßt" Blecha es, "dass die Sozialpartner ein Papier auf den Tisch gelegt haben". Und Blecha machte auch klar, dass die Vermögenszuwachssteuer, die zwischen Bundes- und Vizekanzler ausgemacht sei, eine "klare Forderung" zur Finanzierung des Gesundheitssystems nach Ausschöpfen der Einsparungspotentiale sei. Gesprächsbedarf ortete Blecha hinsichtlich des fehlenden Einbezugs von Prävention und Gesundheitsförderung in das Gesundheitsreform-Paket. Schließlich erspare jeder in die Prävention investierte Euro dem Gesundheitssystem drei Euro an Kosten.

Insgesamt sei es wichtig, dass die Reform von allen im Gesundheitswesen Tätigen getragen werde, deshalb solle es die Möglichkeit geben, entsprechende Verhandlungen und Gespräche zu führen, so Blecha. Abschließend erinnerte Blecha daran, dass es der Rechnungshof war, der festgestellt habe, dass es "die Maßnahmen der schwarz-blau-orangen Regierung zwischen 2001 und 2007 waren, die allein bei der Wiener Gebietskrankenkasse einen Abgang von 530 Millionen bewirkt haben". Für Blecha steht damit fest: "Die Kassen hätten keine Probleme, hätte es nicht die Belastungen durch die Maßnahmen der Vorgängerregierung gegeben". (Schluss) mb

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