Replik des VKI zur OTS0055 von heute: "Kelly: Wer testet Testinstitute?"

Wien (OTS) - Vorausgeschickt sei eines: Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) begrüßt alle Maßnahmen der Industrie, die Acrylamidwerte in Lebensmitteln zu senken.

"Zur Kritik von ,Kelly’ an unserem Test stellen wir fest, dass auch in unserem Rückhaltemuster das Ergebnis bestätigt wurde: Der gemessene Wert lag um mehr als das Doppelte über dem deutschen Signalwert von 1000 µg/kg, festgelegt vom deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit", entgegnet Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), den in der heutigen Presseaussendung getätigten Aussagen.

Der VKI setzt voraus, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden. Fehlen österreichische Grenz- bzw. Richtwerte, werden zur Bewertung Werte herangezogen, die im Sinne der Risikominimierung und des Verbraucherschutzes in anderen europäischen Staaten verwendet werden. Darüber hinaus sollte - gerade bei krebserregenden Substanzen - das Vorsorgeprinzip gelten, um die Belastung für Konsumenten so gering wie möglich zu halten. "Wir setzen uns dafür ein, dass der Acrylamidwert so weit wie möglich im Interesse der Gesundheit gesenkt wird", bestärkt Floss.

Bei allen vom VKI beauftragten Testinstituten handelt es sich zudem um seriöse Institute, die - wie auch in diesem Fall - für die beauftragten Prüfungen akkreditiert sind.

Darüber hinaus sei darauf verwiesen, dass im Rahmen des Tests Transfettsäuren nicht untersucht wurden. Hier bezieht sich die Presseaussendung irrtümlich auf einen Test der Arbeiterkammer, der im Jahr 2007 in Zusammenhang mit einem anderen Produkt des Unternehmens durchgeführt wurde. "Kelly" verwechselt daher die beiden Institutionen Verein für Konsumenteninformation und Arbeiterkammer.

"Wir verstehen unsere Testergebnisse als Informationen für den Konsumenten und gleichzeitig als Motivation für die Industrie, mit uns gemeinsam für qualitative und gesunde Lebensmittel einzutreten", legt Floss abschließend dar.

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