Mayerhofer, Neubauer: Innenminister ist nicht EURO-tauglich!

Anfragebeantwortungen zeigen erschreckende Ahnungslosigkeit Günther Platters

Wien (OTS) - "Es ist offenkundig, dass Innenminister Platter wesentliche Voraussetzungen und Zusammenhänge polizeilicher Arbeit nicht kennt", schließt der freiheitliche NAbg Leopold Mayerhofer, selbst Exekutivbeamter, aus Anfragebeantwortungen des Ministers. "Da wird viel um den heißen Brei herumgeredet, konkrete Antworten bleibt Minister Platter aber schuldig."

"Beim Spiel Deutschland gegen Polen kam es bei der WM 2006 in Deutschland zu schweren Ausschreitungen. Damals waren 2.000 Polizisten im Einsatz, die der Lage nicht Herr werden konnten", berichtet Mayerhofer. "Bei der EURO 2008 kommt es zu einer Neuauflage dieses brisanten Duells", ergänzt dazu FPÖ-NAbg Werner Neubauer, Mitglied des parlamentarischen Innenausschusses. "Dafür sind lediglich 1.200 Polizisten vorgesehen, obwohl man nach den Vorfällen in Deutschland erkennen musste, dass selbst 2.000 Beamte zur Eindämmung der Ausschreitungen zu wenig waren. Auch die Bedeutung des Begriffs >Reserve< dürfte Günther Platter nicht bekannt sein, da für den Fall, mit der im Einsatz befindlichen Mannschaftsstärke nicht bewältigbarer Vorkommnisse keinerlei zusätzliche Bereitschaft vorgesehen ist."

Angesichts derartiger Fehlplanungen, die dramatische Folgen für die Sicherheit der im Einsatz stehenden Beamten und damit für die Sicherheit der Bevölkerung haben können, verwundern weitere Schildbürgerstreiche nicht mehr, stellt Mayerhofer fest. "Zu spät bestellte Ausrüstungsgegenstände, Helme und Einsatztaschen, die erst nach dem Ende der EURO geliefert werden und die Nichtsicherung von Einsatzfahrzeugen durch Gitterschutz sind nur einige Beispiele für die grobe Fahrlässigkeit, mit der hier vorgegangen wird."

Ein weiteres Beispiel nennt Werner Neubauer aus seiner Heimatstadt Linz. "Zwar finden in Linz keine EM-Spiele statt. Es wird aber eine Fan-Meile eingerichtet, die bewacht werden muss, ebenso wie die übrige Stadt. Trotzdem hat man 75 Linzer Polizisten in andere Städte dienstzugeteilt, womit in Linz eine Sicherheitslücke von insgesamt 132 unbesetzten Planposten klafft. Das ist sträflicher Leichtsinn", so Neubauer abschließend.

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