Leitl: Trotz starkem Euro behaupten sich österreichische Unternehmen in Japan

WKÖ-Präsident Leitl trifft neuen japanischen Botschafter Tanaka - Außenhandelsvolumen zwischen Japan und Österreich macht 3 Mrd. Euro aus

Wien (PWK411) - WKÖ-Präsident Christoph Leitl wies heute, anlässlich seines ersten Zusammentreffens mit dem neuen japanischen Botschafter in Wien, Akio Tanaka, auf die guten aber ausbaufähigen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Japan und Österreich hin. Das Außenhandelsvolumen macht mittlerweile drei Milliarden Euro aus. Davon entfallen 1,1 Mrd. Euro auf österreichische Exporte nach Japan und 1,9 Mrd. Euro auf japanische Exporte nach Österreich.

"Das kommende Jahr wird für uns ein ganz besonderes", betonte Leitl, "denn 2009 ist Österreich-Jahr in Japan. Anlass ist die Aufnahme der offiziellen Beziehungen des damaligen Österreich mit Japan vor 140 Jahren." Durch eine Abstimmung von verschiedenen Veranstaltungen im Bereich Kultur, Tourismus, Wissenschaft und Wirtschaft durch die österreichische Außenhandelsstelle in Tokio sollen besondere Synergien erzielt werden, um das Österreichbild in Japan zu intensivieren und von Mozartkugeln und Lipizzanern auf die "Hightech-Nation Österreich und unsere hochwertigen Nahrungsmittel und Getränke auszuweiten", so Leitl. Eine einmalige Gelegenheit für österreichische Unternehmen, diesen Anlass für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in Japan zu nutzen.

Japan behauptet nach wie vor seine Position als zweitwichtigster Wirtschaftspartner Österreichs in Asien (nach China). Der starke Euro hat Lieferungen aus Österreich zwar verteuert, jedoch konnten sich die österreichischen Unternehmen aufgrund der hohen Qualität ihrer Produkte in vielen Bereichen behaupten und weiterhin Marktanteile gewinnen. Bei den österreichischen Exporten nach Japan sind knapp 20% aller Lieferungen der Gruppe Holz und Waren daraus zuzuordnen, danach folgen Fahrzeuge mit einem Anteil von 13% - KTM konnte 2007 in der "Höhle des Löwen" sogar um 10% mehr Motorräder absetzen. Die Außenwirtschaft Österreich (AWO) arbeitet daher weiterhin daran, noch mehr österreichische Unternehmen als Exporteure oder Investoren in den lohnenden Markt Japan zu bringen. Denn Japan birgt für die nächsten Jahre ein unglaubliches Potential. Leitl: "Gerade Österreich, als Land, das mit seinen Produkten die höchsten Qualitätsstandards erfüllt, wird auch in Zukunft hier enorm gefragt sein."

Neben den eigenen AWO-Veranstaltungen zu Japan (Wirtschaftsmissionen, Messebeteiligungen, Seminare, Fachberatung etc.) weist die AWO auch verstärkt auf die Nutzung der Möglichkeiten der Teilnahme an EU-Programmen und Gemeinschaftsprojekten hin. Unter anderem bietet sich in diesem Zusammenhang das Executive Training Programme (ETP) der EU-Kommission als ideales Weiterbildungsprogramm für Firmen an, die nach Japan exportieren möchten. Das ETP wird über die AWO abgewickelt, die Kosten trägt die EU (Programm-Ablauf: 3 Monate Sprach- u. Wirtschaftskurse im Inland für einen Mitarbeiter; 3 Monate Sprach- und Wirtschaftskurse in Tokio; 6 Monate Praktikum in einer japanischen Firma). (BS)

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