ÖAMTC fordert höheren Verkehrsabsetzbetrag für alle Österreicher

Plus 20 Euro monatlich am Konto wären sofort möglich

Wien (OTS) - "Die Erhöhungen von Pendlerpauschale und
Kilometergeld sind zwar begrüßenswert, aber das Ausmaß reicht bei weitem nicht, um die Autofahrer wirklich zu entlasten. Außerdem gibt es viele, die weder das eine noch das andere beanspruchen können", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Eine gute Möglichkeit, sofort eine weitere Entlastung umzusetzen, ist die Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrages." Der ist seit 1988 unverändert niedrig, nämlich 291 Euro pro Jahr. Gleichzeitig sind die Kosten für den Weg zum Arbeitsplatz - egal mit welchem Verkehrsmittel - im selben Zeitraum um 80 Prozent gestiegen.

Der Verkehrsabsetzbetrag wird jedem lohnsteuerpflichtigen Österreicher automatisch auf seinem Lohnzettel gutgeschrieben. "Das ist vielen gar nicht bewusst", so die ÖAMTC-Expertin. Bei der geforderten Erhöhung um 80 Prozent auf 524 Euro bringt das rund 20 Euro pro Monat mehr am Konto. Eine Erhöhung auf 1.000 Euro würde sogar ein monatliches Plus von rund 60 Euro bedeuten. Allerdings steht der Absetzbetrag nur Lohnsteuerpflichtigen zu. Einkommen unter 1.100 Euro brutto profitieren davon gar nicht. "Das ist unhaltbar. Gerade Bezieher kleiner Einkommen müssen entlastet werden", so die Clubexpertin. "Der Verkehrsabsetzbetrag muss als Negativsteuer gestaltet werden. Das heißt, jeder hätte einen Anspruch, unabhängig von der Lohnsteuerpflicht."

Ein Beispiel macht es deutlich: Eine junge Mutter am Land, die jeden Tag ihr Kind in die Schule bringt und dann weiter zu ihrer Arbeit fährt, legt zwei mal am Tag 18 km zurück. Pro Monat sind das 720 km und ein Spritverbrauch von rund 50 Liter Diesel. "Durch die steigenden Spritpreise hat sie bereits Mehrkosten von über 21 Euro monatlich im Vergleich zum Vorjahr zu tragen", so die ÖAMTC-Expertin. "Zumindest das wäre mit einer raschen Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrages um 80 Prozent einzufangen."

ÖAMTC-Protest: Auf der Homepage des Clubs ( www.oeamtc.at ) kann man seine Protestunterschrift gegen den Spritpreis-Wahnsinn setzen und im Online-Forum mitdiskutieren. Bereits über 44.000 österreichische Autofahrer haben mit ihrer Stimme ihren Protest kundgetan, die Zahl der Unterschriften steigt minütlich. Den aktuellen Unterschriftenstand macht ein Zähler auf der Homepage des Clubs transparent.

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