Barbara Prammer im NEWS-Interview: "Gusenbauers Chance auf Wiederwahl ist intakt."

Die Nationalratspräsidentin kündigt an, dass das Parlament die Bundesregierung "auf den Prüfstand stellen" werde.

Wien (OTS) - "Die Abgeordneten werden die Bundesregierung auf den Prüfstand stellen. Also wird es mehr Kontrolle der Regierung geben, kein Durchwinken von Themen, kein Warten, bis eine Gesetzesmaterie kommt, die dann undiskutiert durch die Ausschüsse geht und im Plenum beschlossen wird. Wenn das gemeint war, dann kann ich gut aushalten, dass der Kanzler spitze Bemerkungen macht." Das kündigt Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) im NEWS-Interview für die Arbeit des Parlaments nach Bundeskanzler Alfred Gusenbauers Bemerkung über die Arbeitszeit der Abgeordneten an. So wie die Regierung Zeit zum Verhandeln brauche, bräuchten auch die Abgeordneten Zeit, um sich ein Bild zu machen.

Prammer hält die wieder aufgeflammte Debatte über den SPÖ-Vorsitzenden für "fatal". Ihre Erklärung für den Unmut in der SPÖ: "Es ist manches Mal seine Wortwahl. Man muss in solchen Positionen einfach viel Geduld aufbringen. Er hat immer noch nicht den richtigen Ton gefunden. Ich bin überzeugt davon, dass das das Hauptproblem ist.

Zum heiklen Parteitag der SPÖ im Oktober sagt Prammer im Interview, sie "hoffe, dass alles gut geht und dass die Zeit bis dahin genützt wird, und dass Alfred Gusenbauer die Zeit nützt. Ich leiste jede Unterstützung, dass wir einen guten Parteitag haben, dass wir keinen geschwächten, sondern am Ende des Tages einen gestärkten Parteivorsitzenden haben."

Gusenbauers Chance auf Wiederwahl beim Parteitag im Oktober, "die ist intakt. Natürlich."

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