Grüne Wien zu U-Kommission: Berichte über Personalmangel im Otto Wagner Spital jahrelang ignoriert

Pilz: "PatientInnen und Belegschaft leiden unter den Folgen des Personalmangels"

Wien (OTS) - Der Personalmangel im Otto Wagner Spital ist dem Krankenanstalten- verbund seit 10 Jahren bekannt, das hat Dr. Zeyringer, Psychiater am Otto Wagner Spital, in der heutigen Untersuchungskommission bestätigt. "Seit Jahren können PatientInnen auf Grund des eklatanten Mangels bei ÄrztInnen und TherapeutInnen nicht optimal behandelt werden", so die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz.

"Es ist unerträglich, dass PatientInnen höher sediert werden müssen beziehungsweise es vermehrt zu Zwangmaßnahmen kommen muss, um den massiven Personalmangel zu kompensieren. Hier wird Politik auf dem Rücken der PatientInnen gemacht", so Pilz. "Die StadträtInnen Brauner und Wehsely sind für diese Mangelsituation verantwortlich zu machen -wider besseren Wissens waren sie jahrelang untätig".

Erst die Untersuchungskommission hat dazu geführt, dass die Situation nicht mehr länger ignoriert werden konnte und die längst fällige Aufstockung der ÄrztInnenstellen zugesagt wurde. "Bis heute ausständig ist jedoch eine Aufstockung der TherapeutInnen im Otto Wagner Spital. Es fehlen in dieser Berufsgruppe etwa 40 Prozent der notwendigen Stellen. "Die heutigen Aussagen von Dr. Zeyringer zeigen, dass das Anhören von Betroffenen und Personal unabdingbar ist, um ein realistisches Bild der Situation in der Psychiatrie am Otto Wagner Spital zu bekommen. Die SPÖ muss jetzt endlich ihre Strategie, Zeugen und Betroffene nicht vor der Untersuchungskommission aussagen lassen zu wollen, aufgeben und sich der Realität stellen", so Pilz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001