Mandak zu Pflege: Förderung der 24-Stunden Pflege mit großen Hürden verbunden

Jeder fünfte Antrag auf Förderung wird abgelehnt

Wien (OTS) - Viele Barrieren auf dem Weg zu einer Förderung ortet Sabine Mandak, SeniorInnensprecherInnen der Grünen angesichts der geringe Zahl an EmpfängerInnen von Förderungen für die 24-Stunden Pflege: "Für ältere Menschen ist das Ansuchen um eine Förderung viel zu bürokratisch. Die Hürden auf dem Weg zum Antrag sind für Menschen, die oft kaum mehr aus dem Haus kommen, einfach zu groß." Derzeit stehen den 6.000 Anmeldungen von Betreuungsverhältnissen gerade einmal 1.000 Anträge auf eine Förderung gegenüber. Viele Menschen kommen also erst gar nicht einmal zur Antragsstellung. Doch selbst jene, die die Hürde der Antragsstellung erfolgreich bewältigt haben, müssen um die Bewilligung der Förderung zittern. Derzeit wird jeder fünfte Antrag abgelehnt. "Das Modell der 24-Stunden Betreuung als ein Erfolgsmodell zu präsentieren, kommt einer Verhöhnung der Betroffenen gleich. Viele können sich die Legalisierung gar nicht leisten und die Förderung erreicht den Großteil der Betroffenen erst gar nicht", meint Mandak.

Derzeit erhalten gerade einmal 500 Personen eine Förderung. Wenn man davon ausgeht, dass es in Österreich bis zu 20.000 pflegebedürftige Menschen gibt, die die 24-Stunden Betreuung in Anspruch nehmen, dann sind das gerade mal 2,5 Prozent der potentiell Betroffenen. "Die Förderung der 24-Stunden Pflege muss dringend reformiert werden. Wenn nicht einmal drei von 100 betroffenen Personen eine Förderung erhalten, dann ist das eindeutig ein Misserfolgsmodell", so Sabine Mandak.

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