Jüdisches Museum erhält Schenkung von Nora Kronstein-Rosen

Wien (OTS) - "Wir sind glücklich über die Verbundenheit, die Nora Kronstein-Rosen unserem Haus entgegenbringt", sagte Dir. Karl Albrecht-Weinberger bei der Festveranstaltung anlässlich der Schenkung des Bilderzyklus "Knochen-Metamorphosen" von Nora Kronstein-Rosen an das Jüdische Museum Wien.

Unter dem Titel "Knochen-Metamorphosen" präsentiert das Jüdische Museum Wien von 29. Mai bis 31. August 2008 im Auditorium des Palais Eskeles jene Bilder, die die Künstlerin dem Museum zum Geschenk machte. Die 1925 in Wien geborene und in Israel lebende Künstlerin Nora Kronstein-Rosen schuf eine Werkgruppe, in der sie sich mit ihrer Krankheit Osteoporose auseinandersetzt. Ausgehend von den Röntgenaufnahmen ihrer eigenen, von Osteoporose angegriffen Knochen überrascht die Künstlerin mit einer entschiedenen und beinahe fröhlichen Farbigkeit und Formensprache. Die Knochen-Metamorphosen gehören zu Nora Kronstein-Rosens stärksten Arbeiten. Sie sind weder abstrakt noch konkret, sie sind eine Neuinterpretation der Bildgattung Selbstporträt.

Die Tochter der Malerin Ili Kronstein, der das Jüdische Museum von Dezember 2000 bis März 2001 eine Ausstellung widmete, hat eine bewegte Lebensgeschichte und künstlerische Biografie: Sie flüchtete im Frühherbst 1938 - im März war Österreich von Nazi-Deutschland annektiert worden - zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Gerda, die als Historikerin Gerda Lerner später berühmt werden sollte, nach Liechtenstein. Dort hatte ihr Vater, ein Pharmazeut, schon Jahre zuvor in weiser Voraussicht eine Apotheke eröffnet. Nora Kronstein-Rosen setzte ihre in Wien begonnene künstlerische Ausbildung in der Schweiz fort. Sie studierte Malerei an der Académie des Beaux-Arts in Lausanne und an der Kunstgewerbeschule Zürich. 1948 ging Nora nach England, wo sie als Textildesignerin arbeitete. Sie bildete sich an der Central School of Art in London und am Pratt Institute in New York beruflich und künstlerisch weiter.
Seit 1962 lebt Nora Kronstein-Rosen in Israel. Sie war zuerst als Designerin in der Textilindustrie tätig und hatte Lehraufträge am Shenkhar College of Fashion and Textile in Ramat Gan sowie am ORT-Lehrerseminar für Mode und Textil in Tel Aviv. Seit Ende der 1970er-Jahre beschäftigt sie sich ausschließlich mit der Malerei. Ihre Motive sind vor allem Landschaften, Städteansichten und Frauenbildnisse. Sie arbeitet in Öl, Acryl, Pastell und Misch-Techniken. Nora Kronstein-Rosens Bilder waren Thema verschiedener internationaler Ausstellungen: Galeria Graphika 3, Haifa; Radcliffe College Cambridge/Massachusetts; Jewish Community Center, Providence/Rhode Island; Weil Art Gallery, New York; Grace Chosey Gallery, Madison,Wisc.; Museum Jad Lebanim, Ramat Gan/Israel; Faust Museum, Knittlingen; Hobart House Genf, NY. USA, Nora Gallery Jerusalem; Israel Artists Association Gallery, Jerusalem und im Palais Palffy Wien, 1995.
Nora Kronstein-Rosen war auch an zahlreichen Gruppenausstellungen israelischer Künstler in Bonn Mannheim, Stuttgart und Karlsruhe beteiligt und ist Mitglied der Israelischen Künstlervereinigung. Sie lebt und arbeitet in Kiriat Ono bei Tel Aviv.

Die Ausstellung ist von 29. Mai bis 31. August 2008 im Auditorium des Palais Eskeles zu sehen. Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Jüdische Museum ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6,50 Euro / 4,- Euro ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.: +43-1-535 04 31-311, 312 bzw. kids.school@jmw.at. Weitere Informationen zum Programm sind unter www.jmw.at zu finden.

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