Plassnik in Serbien: "Ermutigungspolitik als Strategie gegen das Gefühl der Isolation"

Außenministerin zu Besuch in Serbien

Wien (OTS) - "Serbien näher an die EU heranzuführen heißt, die Menschen einander näherzubringen. Das ist der Kern unserer Mobilitäts- und Austauschprogramme. Wir wollen das Gefühl der Isolation durchbrechen - gerade für die Jugend - und die europäische Perspektive auch für die Serbinnen und Serben konkret und greifbar machen", so Außenministerin Ursula Plassnik bei der Pressekonferenz zum Projekt "Experiencing Europe" gemeinsam mit Ruzica Djindjic, Witwe des 2003 ermordeten Ministerpräsidenten und Vorsitzende der Zoran Djindjic-Stiftung. Das Projekt "Experiencing Europe" bietet 50 serbischen Universitätsabsolventen die Möglichkeit zu dreimonatigen Praktika in österreichischen Unternehmen und Institutionen. Es ist eine Kooperation der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) mit der Zoran Djindjic-Stiftung und wird vom World University Service (WUS) Austria durchgeführt.

"Die Jugendlichen sind der Antriebsmotor für Serbiens Weg nach Europa. Sie beschleunigen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozess. Fachwissen und Mobilität sind zentrale Elemente der EU - in beiden Bereichen gibt es für Serbien noch Hindernisse. Diese Schwierigkeiten wollen wir überwinden helfen", so Plassnik. Das Projekt "Experiencing Europe" bringe Vorteile für alle Beteiligten: "Die serbischen Jugendlichen können Erfahrungen sammeln, was es konkret heißt, in der EU zu leben und zu arbeiten. Sie erlernen wichtiges Fachwissen und können es in ihrer Heimat anwenden. Das erhöht ihre eigenen Zukunftschancen und verbessert gleichzeitig Serbiens Rüstzeug auf seinem europäischen Weg. Aber auch die österreichischen Unternehmen knüpfen so wichtige Kontakte in eine der Wachstums- und Zukunftsregionen Europas - eine klassische win-win Situation", so Plassnik.

"Serbien ist integraler Bestandteil Europas - ohne Serbien ist die Wiedervereinigung Europas nicht vollendet. Mein heutiger Besuch ist ein bewusstes Zeichen der unbeirrten und kontinuierlichen Unterstützung Österreichs für Serbien. Wir halten Wort und setzen unsere konkrete Ermutigungspolitik fort", so Plassnik. Dazu gehöre auch das nachhaltige österreichische Engagement für mehr Gratisvisa und das Ziel vollständiger Visa-Freiheit: "Wir wollen praktische Maßnahmen setzen, die der Bevölkerung direkt zugute kommen und ihnen die Vorteile der EU-Integration verdeutlichen."

Die Außenministerin erinnerte in diesem Zusammenhang an das Projekt "Travelling to Europe", bei dem 300 serbische StudentenInnen mit finanzierten Interrail-Tickets die EU erfahren können. "Das gegenseitige Kennenlernen ist für den Erfolg des zusammenwachsenden Europa unverzichtbar. Erst die Möglichkeit zu reisen und eigene Eindrücke von der kulturellen und geistigen Vielfalt unseres Kontinents zu sammeln, macht Europa unmittelbar erlebbar. Dieses Projekt ist ein Beitrag, den jungen Serben und Serbinnen das Gefühl der Abgeschiedenheit, ja Ausgrenzung zu nehmen und sie mit dem gemeinsamen Europa vertraut zu machen", so Plassnik abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at
http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0002