Khol: Herr Minister Buchinger, ich fordere Gerechtigkeit für alle Betreuungspersonen!

Erhöhung der Förderung für die 24-Std-Betreuung muss auf 500 Euro pro Monat pro Familie für alle Betreuungsverhältnisse angehoben werden!

Wien (OTS) - "Ich rufe den Sozialminister auf, umgehend für Gerechtigkeit bei der 24-Stunden-Betreuung zu sorgen", fordert Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes in seiner Reaktion auf die Aussagen Buchingers in seiner heutigen Pressekonferenz.

"Von den derzeit knapp 8.000 Anmeldungen im Bereich der 24-Stunden-Betreuung sind 95 Prozent der Personen als Selbständige Betreuerinnen und Betreuer angemeldet. Warum Familien, die sich für diese - offensichtlich vernünftigere Variante - entscheiden, nur 225,- Euro an Förderung pro Monat erhalten, kann niemand nachvollziehen", erklärt Khol.

Am Beginn der Diskussionen sei man von einem Bedarf von 40.000 Arbeitskräften in diesem Bereich ausgegangen, wobei man angenommen hatte, dass zumindest 20 Prozent sich als Unselbständig Erwerbstätige anmelden würden. Tatsächlich liegen bisher rund 8.000 Anmeldungen vor, wobei nur fünf Prozent die "Buchinger-Variante" gewählt hätten.

"Wenn Buchinger in seiner heutigen Pressekonferenz mitteilt, dass er bisher erst 415.000 Euro an die Betroffenen ausgeschüttet habe, so stelle ich mit allem Nachdruck die Frage: Herr Minister, was machen Sie mit dem restlichen Geld, das budgetiert ist?", so Khol weiter, der betont, dass der Österreichische Seniorenbund mit aller Vehemenz die Erhöhung der Förderung für selbständig beschäftigte 24-Stunden-Betreuer auf 500 Euro pro Monat und Familie fordert.

"Das Geld ist da - es wurde ja budgetiert - jetzt muss es den Betroffenen möglichst schnell ausbezahlt werden. Hier geht es um das Recht darauf, zu Hause ordentlich versorgt zu werden, wenn man nicht mehr alles alleine bewältigen kann", so Khol abschließend.

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