Wurm: Arbeitszeit- statt Zuverdienstgrenze als zweiter Schritt nach Kindergeld-Flexibilisierung sinnvoll

Väterbeteiligung stärken

Wien (SK) - SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela
Wurm begrüßte am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst die Stellungnahme der AK zur Kindergeld-Flexibilisierung und betonte, dass "als zweiter Schritt" die Einführung einer Arbeitszeitgrenze zur derzeitigen alleinigen Möglichkeit der Zuverdienstgrenze sinnvoll sei. "Es geht nicht um die Bewertung, wie viel Geld man dazuverdient, sondern darum, ob man sich auch Zeit für das Kind nimmt", sagte Wurm. Diese Maßnahme würde auch dazu führen, dass mehr Männer die Möglichkeit haben, ihren partnerschaftlichen Anteil an der Familienarbeit zu übernehmen. "Denn immer noch ist das Männereinkommen in der Regel höher als das der Frauen. Nehmen sie sich eine berufliche Auszeit ohne Kindergeld zu erhalten, sinkt das Familieneinkommen zu massiv, um diese Möglichkeit in Betracht ziehen zu können", erläuterte Wurm.****

Ein wesentlicher Schritt, um die Männerbeteiligung zu stärken sei gewiss die Flexibilisierung des Kindergelds gewesen, die Frauenministerin Doris Bures ausverhandelt hat. "Waren früher bei dem einzigen Modell lediglich 3,4 Prozent der Väter in Karenz, so nehmen heute bei der Kurzvariante bereits zehn Prozent der Väter Karenzzeit in Anspruch", sagte Wurm. "Ich hoffe, dass die ÖVP nun auch beim nächsten Schritt zur Förderung der Väterbeteiligung, nämlich der Ablöse der Zuverdienstgrenze, Einsehen hat und sich schließlich den vernünftigeren Argumenten beugt", so Wurm abschließend. (Schluss) up

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