Glawischnig: Appell für fairen Wahlkampf in Tirol

ÖVP und SPÖ sollen sich von Strache-Aussagen distanzieren

Wien (OTS) - "Nach den negativen Erfahrungen aus dem Grazer Wahlkampf ist zu befürchten, dass auch der Tiroler Wahlkampf von einem ähnlich schlechten Stil geprägt wird", warnt Eva Glawischnig, Dritte Präsidentin des Nationalrates und stv. Bundessprecherin der Grünen, heute auf einer Pressekonferenz in Innsbruck. "Statt sachorientiert über die wichtigen Zukunftsfragen des Landes zu diskutieren wird immer tiefer in den Schmutzkübel gegriffen. Beschimpfen und Diffamieren prägen, vor allem seitens der FPÖ, den Wahlkampf", kritisiert Glawischnig. Die fortgesetzte Religionsverhöhnung von FPÖ-Parteichef Strache sei ebenso bedenklich wie seine Hetzte gegen Homosexuelle. "Ich appelliere an ÖVP und SPÖ sich von diesem Stil klar und öffentlich zu distanzieren und einer möglichen Regierungsbeteiligung der FPÖ in Tirol eine klare Absage zu erteilen", fordert Glawischnig. Betroffen zeigt sich Glawischnig über die historisch bedenkliche Aussage von Hoteliersverbands-Präsident Furtner, der eine Wahlempfehlung für die ÖVP abgibt und gleichzeitig die Grün-Abgeordnete Maria Scheiber als 'Wirtschaftsschädling' bezeichnet. "Jemanden als Schädling zu bezeichnen erinnert an NS-Diktion und ist absolut fehl am Platz", so Glawischnig.

Während sich die UEFA bei der Euro 2008 sehr in Sachen Anti-Rassismus engagiert will FPÖ-Chef Strache Türken und Grüne aus dem Land jagen, wie er dies am 10. Mai 2008 beim FPÖ-Wahlkampfauftakt in Kufstein verlautbart hat. "Gerade in diesen Wochen der Euro 2008 sollte sich Österreich besonders weltoffen und gastfreundlich zeigen", verlangt Glawischnig. "Die von der FPÖ angeschlagenen Töne sind kontraproduktiv und schaden dem Land. Die Wählerinnen und Wähler haben ein Recht auf eine respektvolle, sachorientierte Wahlauseinandersetzung. Ich hoffe, dass der Tiroler Wahlkampf wieder in diese Richtung umschwenkt", so Glawischnig.

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