Heimische Unternehmerinnen mit positiven Geschäftsaussichten

Aber Höhepunkt der Konjunktur überschritten - Steuerreform muss klare Entlastung bringen

Wien (PWK400) - Der Höhepunkt der Konjunktur ist überschritten, die Aussichten sind aber weiter gut. So lautet - kurz zusammengefasst - das Ergebnis einer Online-Konjunkturerhebung von Frau in der Wirtschaft (FiW). "Auch wenn der Konjunkturhimmel nicht mehr blitzblau ist, sind die Erwartungen nicht getrübt", unterstreicht die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Adelheid Fürntrath-Moretti. Für unsere ca.100.000 heimischen Unternehmerinnen bedeutet das, die kommenden Wochen und Monate zu nützen, um die wirtschaftliche Entwicklung ihres Betriebes abzusichern. "Die kommende Steuerreform muss zudem eine deutliche Entlastung für unsere Unternehmerinnen bringen", so Fürntrath-Moretti.

Über 45 % der befragten Unternehmerinnen schätzen die künftige wirtschaftliche Entwicklung eher gut ein, rund 40 % gehen von einer schlechten Entwicklung aus. Die Mehrheit rechnet nicht mit einer baldigen Wirtschaftskrise und knapp 40 %sehen diese Gefahr jedoch sehr wohl. Über 50 % gehen davon aus, dass die Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen steigen wird, jede dritte Unternehmerin befürchtet einen Rückgang.

Auf die Frage "Könnten Sie etwas dafür tun, um zu mehr Geschäft zu kommen?" antworteten über 60 Prozent mit Ja. Als Eckpfeiler einer gekonnten Ankurbelung werden Investitionen in Kundenbindung sowie Werbemaßnahmen betrachtet. Auch für mehr Werbung, neue Produkte und besseres Marketing wollen Österreichs Unternehmerinnen Geld in die Hand nehmen.

"Gerade Unternehmerinnen haben sich Fairplay in Sachen Steuern und Abgaben verdient. Wer etwas leistet, der muss fair entlastet werden", so die Bundesvorsitzende. Die zentrale Forderung von Frau in der Wirtschaft lautet daher: "Jahressechstel auch für Selbstständige". Denn bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit werden zusätzlich zum laufenden Arbeitslohn bezahlte sonstige Bezüge mit dem Fixsteuersatz von 6 % besteuert, soweit sie 1/6 des laufenden Lohnes nicht übersteigen. Die Ausdehnung der so genannten "Sechstelbegünstigung" auf Einkünfte aus Gewerbebetrieb und selbstständige Einkünfte muss zur Beseitigung der Ungleichbehandlung von Unternehmen und Arbeitnehmern umgesetzt werden. Sie ist die zentrale Entlastungsmaßnahme für die österreichischen mittelständischen UnternehmerInnen und die Ein-Personen-Unternehmen.

Die FiW-Bundesvorsitzende Adelheid Fürntrath-Moretti, erwartet sich für die nächste Steuerreform weiters eine klare Maßnahme zur Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Frauen brauchen dringend eine steuerliche Entlastung bei den Kosten für Kinderbetreuung!", betont Fünrtrath-Moretti. Das Prämienmodell von Frau in der Wirtschaft würde es ermöglichen, 10 % der tatsächlichen Aufwendungen für Kinderbetreuung und Haushaltshilfen bis maximal 1.500 Euro pro Jahr als Prämie auf dem Abgabenkonto gutzuschreiben (www.betreuungspraemie.at). (US)

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