Kaltenegger: AK umwelt- und bauernfeindlich

Biosprit ist keine Spielerei, sondern wird immer mehr notwendig

Wien (OTS) - Die neuerliche unsachliche Kritik der Arbeiterkammer
an der Biosprit-Produktion ist für Bauernbunddirektor Fritz Kaltenegger keine Überraschung. "Es zeigt sich wieder einmal, dass das Verständnis von AK-Präsident Herbert Tumpel für wirtschaftliche Zusammenhänge und Erfordernisse von engstirnigen ideologischen Überlegungen stark getrübt wird", so Kaltenegger. "Die Absicht ist leicht zu erkennen: Der AK-Chef will auf Kosten unserer Umwelt dem zuständigen Minister Josef Pröll und den Bauern generell schaden. Tumpel ist umwelt- und bauernfeindlich."

"Mit Schlagworten wie zum Beispiel der Aussage, dass Lebensmittel auf den Teller und nicht in den Tank gehören, bringt Tumpel die Diskussion auf ein sehr tiefes Niveau. Das ist unwürdig", meinte Kaltenegger weiter. "Die Biospriterzeugung wird in Österreich und Europa nie und nimmer die Versorgung mit Lebensmitteln ernsthaft konkurrenzieren können oder gar gefährden. Mit einem Anteil von 1,5% an der gesamten Anbaufläche in Österreich kann der Anbau von energieliefernden Pflanzen den Getreidemarkt nicht im Geringsten beeinflussen. Biosprit ist also überhaupt kein Preistreiber", klärte Kaltenegger auf. "Dazu kommt, dass jedes Kind weiß, dass die Erdölvorräte auf der ganzen Welt langsam zur Neige gehen. Die derzeit einzige Alternative dazu ist der Biosprit, das ist der Treibstoff der Zukunft."

Es ist auch, so Kaltenegger, "ein sehr plumpes Argument, dass Kraftstoffe aus der pflanzlichen Produktion der Umwelt mehr schaden als nützen, wie Tumpel behauptet. Tatsache ist vielmehr, dass durch die Biotreibstoff-Beimischung jetzt schon rund 1 Mio. t an CO2-Emissionen eingespart wird. Das ist ein sehr wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Wir müssen den Anteil an Biotreibstoff auch aus diesem Grund kontinuierlich steigern." Eine Studie der Europäischen Kommission führt sehr drastisch vor Augen: Biodiesel aus Sonnenblumenöl oder Rapsöl erzeugt bei der Verbrennung um fast 60% weniger CO2 als aus Erdöl gewonnenes Benzin, Biogas aus Gülle und Trockenmist um fast 90% weniger CO2 als Erdgas.

"Die von der Arbeiterkammer geführte Kampagne gegen die Biospriterzeugung ist gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt, wo die Treibstoffpreise so hoch sind wie noch nie, frivol und eigentlich unverständlich", kritisierte Kaltenegger. "Denn gäbe es die bisherige Beimischung von 4,3% nicht, dann wäre das Benzin jetzt schon noch teurer. Denn für den Biosprit-Anteil fällt keine Mineralölsteuer an, das macht das Benzin pro Liter um 3,3 Cent billiger." Für Kaltenegger ist es "unverständlich, dass sich die Arbeiterkammer nicht mit den wirklichen Preistreibern auseinandersetzt, nämlich den Erdölkonzernen, allen voran mit der OMV, die mit ihren Rekordgewinnen prahlt und aufgrund ihrer marktbeherrschenden Stellung in Österreich bei der Preisgestaltung den Ton angibt. Hier wäre Tumpel gefordert, mit seinem Parteifreund, dem OMV-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Ruttensdorfer, einmal ein kollegiales Gespräch zu führen", regte Kaltenegger an.
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