Frauenfußball nagt in Wien am Hungertuch

Doppeltes Geld statt halbes Feld!

Wien (OTS) - Der Frauenfußball fristet ein Dasein im Schatten, nur knapp mehr als 1 Prozent der Kicker in Österreich sind weiblich.Grüne und ÖVP Wien forderten heute erneut die Euro 2008 als Chance für den Mädchen- und Frauenfußball in Wien zu nützen und stärker zu fördern.

"Fußball wird in der Sportförderung der Stadt Wien immer noch als typischer Männersport angesehen, obwohl immer mehr Mädchen und Frauen Fußball spielen und trainieren wollen. Und: Fußball ist international mittlerweile der beliebteste Frauenteamsport der Welt.", so Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager von der ÖVP Wien heute bei der gemeinsamem Pressekonferenz der ÖVP Wien und der Wiener Grünen, jedoch: "Im Gegensatz zu Deutschland, wo die weibliche Nationalmannschaft zweimal den Weltmeisterinnentitel geholt hat, wird Mädchenfußball bei uns von der Stadt viel zu wenig gefördert, obwohl bereits jeder zweite Fußballspieler weiblich ist. Wien hinkt in der Sportförderung hinter dieser Entwicklung massiv nach und stellt Frauenfußball finanziell ins Abseits.
Kritisiert wurden auch der Mangel an Identifikationsfiguren, mädchenspezifischen Fußballplätzen und Sponsoren. "Ein Leistungszentrum für Frauenfußball ist eindeutig zu wenig", sagte Ines Anger-Koch, Sportsprecherin der ÖVP Wien: "Wir benötigen mehr Förderung im Breiten- als auch Spitzensport für Mädchen- und Frauenfußball. Und auch die Stadt Wien ist aufgeordert, die Höhe ihrer Fördergelder für Mädchen- und Burschensportarten im Rahmen des Gender Budgeting-Prozesses offenzulegen."
"Die Homepage der Stadt Wien "Wiener Fußball von A bis Z" enthält keinen einzigen Hinweis auf Mädchen- und Frauenfußball.", ergänzte Susanne Reichard, Bezirksvorsteherin Wieden, die selbst seit Jahren Fußball trainiert: "Frauenfußball erfährt überdies nur geringe Anerkennung und Respekt - und das, obwohl die Frauen-Fußballnationalmannschaft besser abschneidet als jene der Männer." Entgegen wirken könne man dem unter anderem mit der Erhöhung der Bezirksmittel, um Frauen- und Mädchenfußballplätze errichten zu können. "
ÖVP Wien und Wiener Grüne forderten daher einmal mehr die gezielte Ausbildung weiblicher Trainer, die Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsgremien des Sports und mehr Fußballplätze für Wien -insbesondere die Einrichtung von mädchenspezifischen Fußballplätzen. "Der Umgang mit Frauenfußball ist auch ein Kennzeichen für den Stand der Chancengleichheit in der Gesellschaft.", so Katharina Cortolezis-Schlager abschließend: " Dass derzeit 57 % der Burschen, aber nur 7 % der Mädchen kicken, zeigt das deutliche geschlechtsspezifische Ungleichgewicht. Die Euro 08 und die damit einhergehende medial Präsenz wäre der perfekte Anlass, um Fußball spielende Mädchen und Frauen endlich Ernst zu nehmen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVW0004