- 23.05.2008, 14:30:45
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Turnusärzte solidarisch mit den ärztlichen Kollegen
Maßnahmen der Bundesregierung würden Ärzte in Ausbildung zukünftig besonders treffen - Empörung über Bittners "Hackler"-Sager
Wien (OTS) - Für Empörung sorgt bei den Wiener Turnusärzten eine
von WGKK-Obmann Franz Bittner heute im "Standard" veröffentlichte
Äußerung zu den Streikplänen der Ärzteschaft, wonach er, Bittner,
davon ausgehe, dass bei den Spitalsärzten lediglich Primarärzte und
Oberärzte streiken, während sie (also Primar- und Oberärzte, Anm.)
die Turnusärzte "genauso hackeln lassen" würden "wie bisher". ****
Der Obmann der Sektion Turnusärzte der Ärztekammer für Wien,
Athanasios Kalliontzis, weist darauf hin, dass gerade die Turnusärzte
als potenziell zukünftige niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die
volle Wucht der Reformpläne der Regierung zu spüren bekommen würden.
Wenn die Kasse plane, Kassenpraxen einzusparen, dann werde dies den
Ärztenachwuchs massiv treffen. Es sei daher nicht einzusehen, warum
sich Turnusärzte nicht an der Demonstration am 3. Juni in Wien
beteiligen sollten. "Ganz im Gegenteil: Unsere volle Solidarität gilt
den Kolleginnen und Kollegen im niedergelassenen Bereich", betont
Kalliontzis, denn "es geht auch um unsere Zukunft".
Im Übrigen, so Kalliontzis weiter, sei die Wortwahl Obmann
Bittners insofern entlarvend, als er offensichtlich um die
Ausbildungsmissstände in Wiens Spitälern gut Bescheid weiß.
"Turnusärzte sind Kollegen in Ausbildung und haben laut Gesetz in
erster Linie ausbildungsrelevante Tätigkeiten auszuführen, und nicht
zu 'hackeln' im Sinne einer Aufrechterhaltung des Stationsbetriebs."
(hpp)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle Dr. Hans-Peter Petutschnig Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/1014222 Fax: (++43-1) 51501/1289 mailto:hpp@aekwien.at http://www.aekwien.at
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