Turnusärzte solidarisch mit den ärztlichen Kollegen

Maßnahmen der Bundesregierung würden Ärzte in Ausbildung zukünftig besonders treffen - Empörung über Bittners "Hackler"-Sager

Wien (OTS) - Für Empörung sorgt bei den Wiener Turnusärzten eine von WGKK-Obmann Franz Bittner heute im "Standard" veröffentlichte Äußerung zu den Streikplänen der Ärzteschaft, wonach er, Bittner, davon ausgehe, dass bei den Spitalsärzten lediglich Primarärzte und Oberärzte streiken, während sie (also Primar- und Oberärzte, Anm.) die Turnusärzte "genauso hackeln lassen" würden "wie bisher". ****

Der Obmann der Sektion Turnusärzte der Ärztekammer für Wien, Athanasios Kalliontzis, weist darauf hin, dass gerade die Turnusärzte als potenziell zukünftige niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die volle Wucht der Reformpläne der Regierung zu spüren bekommen würden. Wenn die Kasse plane, Kassenpraxen einzusparen, dann werde dies den Ärztenachwuchs massiv treffen. Es sei daher nicht einzusehen, warum sich Turnusärzte nicht an der Demonstration am 3. Juni in Wien beteiligen sollten. "Ganz im Gegenteil: Unsere volle Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen im niedergelassenen Bereich", betont Kalliontzis, denn "es geht auch um unsere Zukunft".

Im Übrigen, so Kalliontzis weiter, sei die Wortwahl Obmann Bittners insofern entlarvend, als er offensichtlich um die Ausbildungsmissstände in Wiens Spitälern gut Bescheid weiß. "Turnusärzte sind Kollegen in Ausbildung und haben laut Gesetz in erster Linie ausbildungsrelevante Tätigkeiten auszuführen, und nicht zu 'hackeln' im Sinne einer Aufrechterhaltung des Stationsbetriebs." (hpp)

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