Österreichs Konsumenten setzen auf biologisches Schweinefleisch

Wien (OTS) - Die biologische Schweinefleisch-Produktion
verzeichnete zwischen 2003 und 2007 eine Zuwachsrate von 52%. Alleine im Vorjahr konnte eine Steigerung von 19% erzielt werden. DI Karl Erlach - Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien - ist überzeugt: Die artgerechte biologische Schweinehaltung als auch die hochwertige Bio-Fleischqualität werden noch stärker ins Konsumentenbewusstsein rücken.

"Erstmals in der Geschichte des österreichischen Biolandbaus wurden im Jahr 2007 über 51.000 Bio-Mastschweine gehalten. Und was mich besonders freut: Heuer ist biologisches Schweinefleisch zum ersten Mal flächendeckend im österreichischen Lebensmittelhandel erhältlich. Das entspricht voll und ganz dem Konsumentenwunsch nach bester Fleischqualität aus tiergerechter Bio-Schweinehaltung. Denn die biologischen Schweinehalter arbeiten bei der Zucht mit stressstabile Rassen, gewährleisten den Tieren einen regelmäßigen Auslauf ins Freie sowie mehr Platz im Stall mit Strohnest und absolut gentechnikfreies, biologisches Futter. Das tut den Tieren gut und führt zu einer einzigartigen Fleischqualität" - analysiert DI Karl Erlach, Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien, den jüngsten Konsumenten-Trend hin zum Bo-Schweinefleisch.

Niederösterreich ist mit 982 Betrieben führend in diesem Bereich. Traditionell wurde biologisches Schweinefleisch direkt ab Hof vermarktet. Innerhalb kürzester Zeit gelang der Aufbau von Vertriebsschienen im österreichischen Lebensmittelhandel - im Jahr 2007 wurde bereits ein Umsatzvolumen von 1,5 Millionen Euro erreicht.

Stressfreie Bio-Schweine garantierten beste Bio-Fleischqualität

Mit rund 63% Anteil am gesamten österreichischen Fleischmarkt und einem pro Kopf Verbrauch von 40 kg im Jahr ist Schweinefleisch in Österreichs Haushalten hoch im Kurs.

Im Biolandbau setzt man auf stressstabile Zucht und tiergerechte Haltung sowie gentechnikfreie Fütterung - was in einer herausragende Fleischqualität zum Ausdruck kommt:

"Die biologischen Schweinezüchter arbeiten bei der Zucht mit stressstabilen Ebern und Ferkelmüttern. Damit gewährleisten sie den Konsumenten eine hochwertigere Fleischqualität. So verliert das Fleisch dieser Tiere nach der Schlachtung weniger Wasser - und zeichnet sich durch deutlich weniger Bratverluste aus. " - so Dr. Sonja Wlcek, Expertin für biologische Schweinehaltung von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien.

Nur mit Bio hat man richtig Schwein

Entgegen "stadtläufiger" Vorurteile sind Schweine überaus reinliche Tiere, die sich abgelegene Kotplätze anlegen und gerne gemeinsam in einem gemütlichen, strohbedeckten Schlafnest ruhen. Da sie nicht schwitzen können (nur auf der Rüsselscheibe), brauchen sie im Sommer zur Abkühlung Wasser.

Im Biolandbau werden diese natürlichen Bedürfnisse mittels einer artgerechten Tierhaltung berücksichtigt und den Schweinen beim Heranwachsen Wohlbefinden und Gesundheit ermöglicht: Auslaufflächen im Freien, größere Stallplätze, Stroheinstreuungen, gruppengerechte Haltung, Verbot von Vollspaltenböden und absolut gentechnikfreie Futtermittel tragen dazu bei.

Statistik

"Die Bioschweineproduktion ist in den letzten Jahren rasant von 33.540 Stück im Jahr 2003 auf 51.000 Stück im Jahr 2007 gestiegen, sodass es uns gelungen ist, die Märkte Österreichweit mit Bioschweinefleisch beliefern zu können", so Hubert Stark Obmann der Erzeugergemeinschaft BIO SCHWEIN AUSTRIA.

Bio-Schweineproduktion (Stück) in Österreich

Jahr 2003 33.540 Stück
Jahr 2004 38.000 Stück
Jahr 2005 40.000 Stück
Jahr 2006 44.000 Stück
Jahr 2007 51.000 Stück

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Fachlich
BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien
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Beratung schweinehaltende Betriebe,
Mobil: 0676/84 22 14 - 252
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