Berufstätige Mütter: Einkommenseinbußen und Angst vor Jobverlust schmälern die Arbeitsfreude

Linz (OTS) - Mütter haben es nach wie vor schwer, Familie und
Beruf unter einen Hut zu bringen. Einkommenseinbußen und die Angst vor Jobverlust schmälern die Arbeitsfreude. Das zeigt die jüngste Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Immerhin 86 Prozent der kinderlosen Frauen halten ihren Arbeitsplatz für sicher. Bei berufstätigen Müttern sackt dieser Wert gleich um zehn Prozentpunkte auf 76 Prozent ab.

Noch größer ist der Unterschied bei der Einschätzung der Chancen, bei Arbeitslosigkeit wieder einen gleichwertigen Job zu finden. 63 Prozent der kinderlosen Frauen sind der Ansicht, dass sie leicht wieder einen entsprechenden Job finden werden, bei den Müttern sind es nur 52 Prozent.

Vaterschaft dagegen wird von den Arbeitnehmern nicht als Bedrohung für den Job wahrgenommen. Karrierepläne werden zwar von fast der Hälfte vorübergehend hintangestellt: 44 Prozent der Väter geben an, dass sie in der aktuellen Position bleiben wollen. Dennoch erhöhen Männer, wenn sie Väter werden, ihre wöchentliche Arbeitszeit um durchschnittlich vier Stunden - wohl vorwiegend um Einbußen beim Familieneinkommen zu kompensieren. Denn Mütter arbeiten durchschnittlich um vier Stunden weniger als vor der Geburt des Kindes.

Da überrascht es wenig, dass die Einkommenszufriedenheit bei berufstätigen Müttern sinkt. Während 55 Prozent der Arbeitnehmerinnen ohne Kinder mit ihrem Einkommen "sehr" oder zumindest "ziemlich" zufrieden sind, liegt der vergleichbare Wert bei den Müttern nur noch bei 49 Prozent. Vor allem Alleinerziehende sind mit existenziellen Problemen konfrontiert. 70 Prozent sind mit ihrem Einkommen "wenig" bis "gar nicht" zufrieden.

Bei den Männern verhält es sich umgekehrt. Hier sind die Väter (62 Prozent) eher mit dem Einkommen zufrieden als kinderlose Arbeitnehmer (55 Prozent).

"Lange Berufsunterbrechungen nach der Geburt eines Kindes mit all den daran anknüpfenden Wiedereinstiegsproblemen und Einkommenseinbußen sind - wenn man diese Zahlen sieht - für viele Mütter noch immer ein Problem. Deshalb werden wir uns auch weiterhin für die Verbesserung ihrer Situation einsetzen", sagt
Dr. Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich.

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