• 23.05.2008, 09:05:33
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Berufstätige Mütter: Einkommenseinbußen und Angst vor Jobverlust schmälern die Arbeitsfreude

Linz (OTS) - Mütter haben es nach wie vor schwer, Familie und
Beruf unter einen Hut zu bringen. Einkommenseinbußen und die Angst
vor Jobverlust schmälern die Arbeitsfreude. Das zeigt die jüngste
Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer
Oberösterreich.

Immerhin 86 Prozent der kinderlosen Frauen halten ihren
Arbeitsplatz für sicher. Bei berufstätigen Müttern sackt dieser Wert
gleich um zehn Prozentpunkte auf 76 Prozent ab.

Noch größer ist der Unterschied bei der Einschätzung der Chancen,
bei Arbeitslosigkeit wieder einen gleichwertigen Job zu finden. 63
Prozent der kinderlosen Frauen sind der Ansicht, dass sie leicht
wieder einen entsprechenden Job finden werden, bei den Müttern sind
es nur 52 Prozent.

Vaterschaft dagegen wird von den Arbeitnehmern nicht als Bedrohung
für den Job wahrgenommen. Karrierepläne werden zwar von fast der
Hälfte vorübergehend hintangestellt: 44 Prozent der Väter geben an,
dass sie in der aktuellen Position bleiben wollen. Dennoch erhöhen
Männer, wenn sie Väter werden, ihre wöchentliche Arbeitszeit um
durchschnittlich vier Stunden - wohl vorwiegend um Einbußen beim
Familieneinkommen zu kompensieren. Denn Mütter arbeiten
durchschnittlich um vier Stunden weniger als vor der Geburt des
Kindes.

Da überrascht es wenig, dass die Einkommenszufriedenheit bei
berufstätigen Müttern sinkt. Während 55 Prozent der Arbeitnehmerinnen
ohne Kinder mit ihrem Einkommen "sehr" oder zumindest "ziemlich"
zufrieden sind, liegt der vergleichbare Wert bei den Müttern nur noch
bei 49 Prozent. Vor allem Alleinerziehende sind mit existenziellen
Problemen konfrontiert. 70 Prozent sind mit ihrem Einkommen "wenig"
bis "gar nicht" zufrieden.

Bei den Männern verhält es sich umgekehrt. Hier sind die Väter
(62 Prozent) eher mit dem Einkommen zufrieden als kinderlose
Arbeitnehmer (55 Prozent).

"Lange Berufsunterbrechungen nach der Geburt eines Kindes mit all
den daran anknüpfenden Wiedereinstiegsproblemen und
Einkommenseinbußen sind - wenn man diese Zahlen sieht - für viele
Mütter noch immer ein Problem. Deshalb werden wir uns auch weiterhin
für die Verbesserung ihrer Situation einsetzen", sagt
Dr. Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Pressekontakt: Dr.in Sabine Naderer, Tel. 050-6906/2178
sabine.naderer@akooe.at

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:presse@akooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

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