Neues Volksblatt: "Trauerspiel" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 21. Mai 2008

Linz (OTS) - Es mutet immer ein wenig eigenartig an, wenn Monopolisten mit Streik drohen, um etwas zu erreichen. Das gilt auch und ganz besonders für die Ärzte(vertreter). Sie führen die Patienten als Schutzschild vor sich her, um gegen die so genannte Gesundheitsreform mobil zu machen.
Dass sie das tun, dürfen sich auch die zuständigen Bundespolitiker zuschreiben. Denn seit Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky und Sozialminister Erwin Buchinger das präsentiert haben, was den Ärztekämmerern die Zornesröte ins Gesicht treibt, haben die beiden in der Öffentlichkeit nichts mehr unternommen, was die Verunsicherung der Patienten gemildert hätte. Es war ein Landespolitiker, nämlich LH Josef Pühringer, der den Kollegen im Bund ins Stammbuch schrieb, dass "man eine Gesundheitsreform nicht ohne Ärzte machen" soll. Und Pühringer forderte auch, dass die Reform "keine Einschränkung der Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung" bringen dürfe. Was sich derzeit zwischen ärztlicher Standesvertretung und zuständigen Politikern in Wien abspielt, ist - aus der Sicht der Patienten - ein Trauerspiel mit hohem Verunsicherungspotenzial.

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