Flugpolitik des Landes: Wirtschaftskammer fordert Konzept statt Hüftschüssen

Klagenfurt (OTS) - Als bunt zusammengewürfelt bezeichnet Tourismussprecher Helmut Hinterleitner den neuesten Fluglinienvorstoß des Landeshauptmannes. Hinterleitner: "Für Kärntner Touristiker ist nicht nachvollziehbar, wie Haider auf Stockholm und den Pampa-Flughafen Frankfurt-Hahn kommt. Nicht alles, was eine Billigfluglinie für teure Subventionsmillionen anbietet, macht auch wirklich Sinn." Für Stockholm wäre der touristische Markt überhaupt nicht aufbereitet; dazu wären erhebliche weitere Geldmittel erforderlich und vor allem Zeit. Hinterleitner sagt daher Stockholm das selbe Schicksal voraus wie der ehemaligen Ryanair Verbindung Klagenfurt-Rom: Auch diese Linie war ein Hüftschuss des Landeshauptmannes und mutierte zum Einbahnverkehr für Kärntner nach Italien. Hinterleitner: "Ein schönes Geschenk an die Kärntner aus Steuermitteln, touristisch leider völlig unbrauchbar". Trotzdem musste damals die Kärnten Werbung 150.000 Euro von wesentlich wichtigeren Märkten abziehen und kurzfristig nach Italien umleiten, erinnert Hinterleitner. Noch bevor ein messbarer Erfolg zu spüren war, wurde die Verbindung nach Rom wieder eingestellt.

Auch zu Frankfurt-Hahn fällt Hinterleitner nicht viel Positives ein. Jedenfalls ersetzt diese Verbindung keinesfalls die eingestellten AUA-Flüge nach Frankfurt/Main. Hinterleitner: "Neue Flugverbindungen müssen in enger Kooperation mit Wirtschaft und Kärnten Werbung geplant und umgesetzt werden. Landeshauptmann Haider braucht sich sonst nicht zu wundern, dass niemand mit seinem Kaninchen aus dem Zylinder etwas anzufangen weiß!"

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