Gaßner zu Agrarreform: "Hätten uns mehr erwartet"

Verteilungsgerechtigkeit kommt noch immer zu kurz - SPÖ entschieden gegen Abschaffung der Milchquote

Wien (SK) - "Die von der EU-Kommission heute vorgestellte EU-Agrarreform ist im Ansatz nicht ganz das, was wir uns gewünscht haben - wir hätten uns mehr erwartet. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte SPÖ-Agrarsprecher Kurt Gaßner am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Aus Sicht des SPÖ-Agrarsprechers gehe alles zu langsam und es werde zu wenig Wert auf die inneragrarische Solidarität gelegt. "Die großen Bauern steigen bei den Förderungen noch immer viel zu gut aus. Um mehr Verteilungsgerechtigkeit zu erreichen, hätte es noch mehr Umschichtungen zu Gunsten der kleinen Bauern geben müssen." ****

Ein ganz entscheidendes Instrumentarium, um die Existenz der kleinen heimischen Bauern - vor allem der vielen Bergbauern - zu sichern, sei die Beibehaltung der Milchquote. Eine ersatzlose Streichung der Milchquote werde daher seitens der SPÖ entschieden abgelehnt. "Die kleinen Bauern und die Bergbauern sind jene, die den größten Beitrag für die Pflege und Erhaltung der wunderbaren Kulturlandschaften und die Qualität unserer Lebensmittel leisten. Daher wird der Landwirtschaftsminister auch jede Unterstützung von uns bekommen, wenn es darum geht, in der Frage der Milchquote eine adäquate Lösung für die Zeit nach 2015 zu finden", hielt Gaßner fest. (Schluss) ps

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0009