Bures zu Medizin-Tests: Faires Aufnahmeverfahren sicherstellen

Gender-Sensibilität an den Schulen verstärken

Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures ist froh, dass nun
endlich die Studie der Psychologin Prof. Spiel über das schlechte Abschneiden von Frauen beim EMS-Test für MedizinstudentInnen vorliegt: "Wir wissen nun über die Ursachen des schlechteren Abschneidens von Frauen Bescheid und müssen das Problem an der Wurzel packen." Bures fordert neben einer stärkeren Gender-Sensibilisierung an den Schulen außerdem als unmittelbare und sofortige Maßnahme ein "faires Aufnahmeverfahren, das Mädchen und Burschen die gleichen Chancen auf ein Medizinstudium gibt". Die Tests müssten nun rasch überarbeitet werden. "Es darf nicht sein, dass Frauen aufgrund von fragwürdigen Aufnahmeverfahren der Zugang zu einem Studium verwehrt wird", so Bures.

Gleichzeitig müsste in den Schulen verstärkt auf Gender-Sensibilität gesetzt werden. Bures begrüßt deshalb die entsprechenden Schwerpunktsetzungen von Unterrichtsministerin Claudia Schmied für stärkere Gender-Sensibilisierung bei der LehrerInnenaus-und -fortbildung sowie Projekte, um Mädchen verstärkt für technische und naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern.

Bures bekräftigt außerdem, dass Österreich "mehr Frauen an den Universitäten" brauche und man an vielen Ebenen ansetzen müsse - von den diskriminierenden Aufnahmeverfahren bis hin zur Bestellung der Uniräte. Mit der vereinbarten Frauenquote von 40 Prozent in allen zu nominierenden Gremien in der geplanten Novelle zum Universitätsgesetz sei hier bereits ein großer Fortschritt erzielt worden. "Es gibt zwei gute Gründe für die volle Chancengleichheit an den Universitäten:
Erstens ist es aus Gründen der Fairness höchst an der Zeit, dass Frauen dieselben Chancen erhalten wie Männer. Und zweitens werden wir im internationalen Wettbewerb nur dann mithalten können, wenn auch das Potential der Frauen voll ausgeschöpft wird."

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