Kaltenegger: SPÖ fordert Rückschritt beim Klimaschutz

Biotreibstoff ist wichtiger Beitrag zur Erreichung der Kyoto-Ziele

Wien (OTS) - "Biotreibstoffe sind die einzige Alternative zu fossilen Treibstoffen. Das Verdammen der Biotreibstoffe ist in Wahrheit nichts anderes als das Befürworten von fossiler Energie", erklärt Bauernbunddirektor Fritz Kaltenegger in einer Aussendung anlässlich der jüngsten Aussagen von Staatssekretärin Christa Kranzl. Sie stelle sich damit auf die Seite von EU-Industriekommissar Günter Verheugen. "Kranzl will das Erreichen der Kyoto-Ziele offensichtlich auf den 'Sankt-Nimmerleins-Tag' verschieben, denn anders kann ich mir ihre Forderung nach einem Biosprit-Moratorium nicht erklären", so Kaltenegger. Im Jahr 2007 wurde durch die Beimischung von Biodiesel 1 Mio. t CO2 reduziert. "Der Verkehr ist Klimasünder Nummer 1 und hat den größten Zuwachs an Emissionen - nämlich 83% seit 1990. "Ein Abweichen vom 10%-Ziel bis zum Jahr 2010 wäre daher ein Rückschritt in punkto Klimaschutz. Der österreichische Weg der Beimischung ist richtig und muss konsequent weitergegangen werden", so Kaltenegger.

Einmal mehr stellt der Bauernbunddirektor in diesem Zusammenhang mit Nachdruck fest, dass der Bauernbund auf die Frage nach der Flächenbereitstellung für Lebens- und Futtermittelproduktion sowie für erneuerbare Energie eine ganz klare Botschaft hat: "An allererster Stelle steht zweifelsohne unser ureigenstes Kerngeschäft - die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln." Die Österreicherinnen und Österreicher vertrauen auf heimische Qualität. "Zweitens brauchen wir auch weiterhin Qualitätsfuttermittel zu leistbaren Preisen. Alle darüber hinaus zur Verfügung stehenden Flächen werden dann zur Produktion von Bioenergie herangezogen", so Kaltenegger. Für die Biotreibstoffproduktion werden in der EU-27 nur 1,5% der Getreideernte verwendet. Der Bauernbunddirektor würde sich eine etwas differenziertere Sicht der Dinge und eine Diskussion auf sachlicher Ebene wünschen.
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