Grillitsch bei Kommissarin Fischer Boel: Kämpfe für Österreichs Bauern

Bauernbund fordert im Health Check rot-weiß-rotes Milchbauernprogramm

Wien (AIZ) - Für Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch sind das Auslaufen der Milchquote ab 2015 und die schrittweise Anhebung derselben bis dahin die zentralen Kritikpunkte am Gesundheits-Check der EU-Agrarpolitik. "Wir brauchen dringend Abfederungsmaßnahmen für unsere Milchbäuerinnen und Milchbauern in ganz Österreich - aber vor allem in den Berg- und benachteiligten Gebieten. Die Anhebung der Milchquote wird den Bauernmilchpreis noch weiter unter Druck bringen und die Existenz vieler Betriebe gefährden", so Grillitsch in einer Aussendung. Er bekräftigte abermals seine Forderung nach einem rot-weiß-roten Milchbauernprogramm in der Höhe von EUR 50 Mio. Grillitsch hält sich heute in Straßburg auf, um dort im Zuge der Präsentation der Rechtstexte für den Health Check bei Agrar-Kommissarin Mariann Fischer Boel "für die Anliegen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern" zu kämpfen.

Kritik an zu hoher Modulation und Umschichtung von Agrargeldern in andere Bereiche

"Die vorliegenden Vorschläge für die Modulation sind zu hoch", erklärte der Bauernbundchef. Derzeit werden 5% der ausbezahlten Direktzahlungen für Maßnahmen der Ländlichen Entwicklung einbehalten. Künftig soll dieser Prozentsatz auf 13% angehoben werden. "Das trifft vor allem die kleinen und mittleren Betriebe in Österreich", argumentierte Grillitsch gegenüber der Kommissarin. Starke Kritik übt er an der geplanten Umschichtung von Agrargeldern in andere Bereiche wie Klimaschutz und Biodiversität: "Dies sind zentrale Aufgaben für die ganze Gesellschaft und können nicht nur aus den Agrartöpfen bezahlt werden. Dafür müssen alle Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden."

Österreichs Betriebe verdienen Planungssicherheit

Positiv bewertet Grillitsch die eingeforderte und erkämpfte Planungssicherheit für die heimische Land- und Forstwirtschaft und bezeichnet dies als "wichtigen Schritt in die richtige Richtung". Österreich könne dadurch am bestehenden Modell der Betriebsförderung bis 2013 festhalten. "Damit konnte eine neuerliche Totalreform des Agrarsektors abgewendet werden. Dabei geht es nicht nur um Rechtssicherheit für die nächsten Jahre, sondern auch für die Zeit nach 2013", so Grillitsch. Nicht weit genug gehen Grillitsch die Vorschläge im Bereich der Verwaltungsvereinfachung zum Abbau bürokratischer Hürden. "Da hätte ich mir mehr Kreativität erwartet. Ansonsten kommen doch auch oft originelle Ideen aus Brüssel", so Grillitsch abschließend.
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