Spindelegger zu Mischembryonen: In dieser Frage bin ich eines Sinnes mit Eva Glawischnig

Beschluss des britischen Unterhauses wird auch von der ÖVP abgelehnt

Wien (ÖVP-PK) - "Ich freue mich, in der Frage des Beschlusses des britischen Unterhauses in meiner Kollegin im Nationalratspräsidium eine Partnerin zu haben", sagte der Zweite Nationalratspräsident Dr. Michael Spindelegger heute, Dienstag, zu den Aussagen Eva Glawischnigs angesichts des Beschlusses des britischen Unterhauses, wonach britische Forscher künftig Embryonen aus menschlichem Erbgut und tierischen Eizellen schaffen dürfen. ****
"So wie Glawischnig sage auch ich: Bei aller notwendigen Freiheit der Forschung muss es ethische Grenzen geben, die unbedingt einzuhalten sind" so Spindelegger, der in diesem Zusammenhang auch auf die seit Jahren schwelende Diskussion über die Stammzellenforschung hinweist:
So bestehe einerseits die ethisch unbedenkliche Forschung an Adulten Stammzellen (AS), auf deren Gebiet es in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gebe. Andererseits gebe es aber in manchen Ländern die Forschung an Embryonalen Stammzellen (ES). "Dabei werden Embryonen zerstört, was letztlich eine unzulässige Verzweckung menschlichen Lebens bedeutet."

Spindelegger kritisiert, dass die Befürworter der Forschung an ES die Hoffnungen kranker Menschen instrumentalisieren und gleichzeitig den Eindruck erzeugen, als seien nur die Gegner der Forschung an Embryonen schuld an bisher nicht eingelösten Heilsversprechen. "Das ist unehrlich und ein unzulässiges Spiel mit den Hoffnungen der Menschen", so der II. Nationalratspräsident abschließend. (Schluss)

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