Weinzinger: Medizin-Eignungstests diskriminieren Frauen

Grüne Forderung: Eignungstests abschaffen und durch Studieneingangsphasen ersetzen

Wien (OTS) - "Der EMS-Test als Auswahlverfahren für die Zulassung zum Medizinstudium diskriminiert Frauen und ist ein klarer Rückschritt. Gerade Frauen haben früher an den Medizinuniversitäten die Mehrzahl an AbsolventInnen gestellt und hatten darüber hinaus auch noch die besseren Studienergebnisse", erklärt die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger. Die Studie von Christiane Spiel beweise, was seit mindestens 30 Jahren bekannt sei, dass nämlich das Schulwesen Mädchen und Buben nicht gleich behandle. Es könne nicht sein, dass die Versäumnisse der Bildungspolitik der letzten 30 Jahre den jungen Frauen die Medizin studieren wollen auf den Kopf fallen.

"Am Schulwesen hat sich in den letzten Jahren in der Hinsicht wenig geändert, dass Mädchen in Technik und Naturwissenschaften nicht ausreichend gefördert werden. Trotzdem haben die Medizinstudentinnen immer gute Leistungen erbracht und die Mehrheit an den Universitäten gestellt. Jetzt soll das durch die Eignungstests unmöglich gemacht und die Frauen von den Medizinuniversitäten verdrängt werden, obwohl ihre Vorkenntnisse nicht schlechter sind als in den letzten Jahren", so Weinzinger.

"Die Appelle, man müsse im Bildungswesen ansetzen sind zwar richtig, aber zu wenig. Man darf sich nicht nur mit der Erklärung der unterschiedlichen Sozialisation von Mädchen und Buben in der Schule zufrieden geben. Die Grünen fordern die Abschaffung der Eignungstests. Sie sollen durch Studieneingangsphasen ersetzt werden, wo die notwendigen Kenntnisse nochmals erworben und überprüft werden können, die man für das Medizinstudium braucht", so Weinzinger abschließend.

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