"Lange Nacht der Kirchen": 600 Gotteshäuser in Österreich laden ein

Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee 2.700 Programmpunkte - Allein in Wien öffnen 172 Kirchen ihre Tore

Wien, 20.5.08 (KAP) Wenn am 30. Mai um 17.50 Uhr die Kirchenglocken die vierte "Lange Nacht der Kirchen" einläuten, ist das das Startsignal für die erste "Lange Nacht" in ganz Österreich. Knapp 600 Kirchen aller christlichen Konfessionen zwischen Bodensee und Neusiedlersee öffnen am 30. Mai ab 18 Uhr ihre Tore und laden zu einem vielfältigen Programm ein, das insgesamt rund 2.700 einzelne Angebote enthält.

In der Erzdiözese Wien, wo die "Lange Nacht" bereits zum vierten Mal stattfindet, beginnt das Ereignis um 18 Uhr mit der ökumenischen Eröffnungsfeier in der Schottenkirche an der Freyung. Vertreter aller christlichen Kirchen, allen voran Weihbischof Helmut Krätzl, Metropolit Michael Staikos und Superintendent Hansjörg Lein feiern mit der Gemeinde die ökumenischen Vesper zum Thema: "Bemüht euch um das Wohl der Stadt".

Im Bereich der Erzdiözese Wien nehmen 172 Gotteshäuser an der "Langen Nacht der Kirchen" teil. Die Besucher können zwischen 18 Uhr und 1 Uhr aus rund 1.000 Programmangeboten wählen. Bei der Vorstellung des Programms am Dienstag im Heiligenkreuzerhof in Wien hob der Wiener Bischofsvikar Prälat Karl Rühringer die große Vielfalt hervor:
Diskussionen, Gottesdienste, Gebete, Führungen, Ausstellungen, Film, Tanz, Theater, Kabarett, Lesungen, Vorträge und viel Musik sowie "extravagante und unkonventionelle" Angebote erwarten die Besucher. Auch jene, so Rühringer, die der Kirche sonst eher fernstehen.

In die gleiche Kerbe schlug auch der evangelische Superintendent Hansjörg Lein. Die enorme Vielfalt des Angebots sei vor allem auch ein deutliches Zeichen dafür, "dass die Kirche alle Lebensbereiche der Menschen betrifft". Lein bezeichnete die "Lange Nacht" auch als "ökumenisches Erfolgsprojekt". Hier werde deutlich, wie viel die christlichen Konfessionen miteinander verbinde.

Der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura plädierte für eine europaweite "Lange Nacht der Kirchen". Die Erfolgsgeschichte in Österreich sollte auch weit über die Landesgrenzen hinaus propagiert werden. Dies könne ein wertvoller Beitrag für die geistliche Einheit Europas sein, so Dura. (forts.)
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