Einladung zum Pressegespräch: 80 Jahre Museum für Völkerkunde - und wie geht es weiter?

Wien (OTS) - Dr. Wilfried Seipel
Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum und

Univ. Prof. Dr. Christian Feest
Direktor des Museums für Völkerkunde

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am Montag, dem 26. Mai 2008, um 11 Uhr
zu einem Pressegespräch ein - mit dem Thema

80 Jahre Museum für Völkerkunde - und wie geht es weiter?

Weitere Gesprächspartner sind:

Dr. Christian Schicklgruber, stellvertretender Direktor des Museums für Völkerkunde und Leiter der Sammlung Süd- und Südostasien, Himalayaländer

Dr. Barbara Plankensteiner,
Leiterin der Sammlung Afrika südlich der Sahara

Ort: Mezzanin des Museums für Völkerkunde Heldenplatz, 1010 Wien (Treffpunkt: Foyer) u. A. w. g.

80 Jahre Museum für Völkerkunde - und wie geht es weiter?

Am 25. Mai 1928 wurde das Museum für Völkerkunde offiziell eröffnet. Die Emanzipation der seit 50 Jahren bestehenden ethnographischen Sammlung des K.K. Naturhistorischen Hofmuseums als eigenständige Einrichtung spiegelte die Neuorientierung der Völkerkunde wieder, die sich damals als historische und vergleichende Kulturwissenschaft verstand. In den nunmehr 80 Jahren seines Bestehens reflektierte das Museum für Völkerkunde nicht nur den Wandel zu einer sozialwissenschaftlichen Disziplin sondern auch ein verändertes Verständnis der Kulturen im Lichte einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und der kulturellen Fremdrepräsentation.

Vor dem Hintergrund dieses Jahrestages wird in der Pressekonferenz am 26. Mai 2008 vom Direktor des Museums für Völkerkunde, Herrn Univ. Prof. Dr. Christian Feest, sein Konzept für ein neues Museum für Völkerkunde vorgestellt, welches eine Neupositionierung in der Wiener und internationalen Museumslandschaft anstrebt.

Das Museum für Völkerkunde Wien zählt mit einem Bestand von etwa 220.000 materiellen Dokumenten aus Kulturen der außereuropäischen Welt, etwa 70.000 ethnografischen Fotografien und einer 140.000 Bände umfassenden öffentlichen Fachbibliothek nicht nur auf Grund der Größe, sondern vor allem auch aufgrund der Qualität seiner Sammlungen zu den weltweit bedeutendsten ethnologischen Museen. Seit 2001 steht das Museum für Völkerkunde unter der administrativen Verantwortung des Kunsthistorischen Museums.

Seit März 2004 wird das MVK generalsaniert. Mit dem Abschluss der baulichen und technischen Gesamtsanierung des Gebäudes konnte die Sonderausstellungstätigkeit im MVK im Frühjahr 2007 wieder aufgenommen werden und das Haus wurde mit der vielbeachteten Schau "Benin - Könige und Rituale. Höfische Kunst aus Nigeria" am 9. Mai 2007 wiedereröffnet. Bis 3. September 2007 haben über 40.000 Besucherinnen und Besucher die von Dr. Barbara Plankensteiner, Leiterin der Sammlung Afrika südliche Sahara, kuratierte Schau besucht. Von 2. Oktober 2007 bis 13. Jänner 2008 gastierte die Wiener Schau im Pariser Musée du quai Branly mit an die 100.000 Besuchern. Derzeit ist die Ausstellung im Ethnologischen Museum in Berlin zu sehen (7. Februar bis 25. Mai 2008) und wird in der Folgen nach Übersee, an das The Art Institute of Chicago (27. Juni bis 21. September 2008) gehen.

Bisher sind im Museum für Völkerkunde folgende Sanierungsmaßnahmen erfolgt:

  • Sanierung und Nutzbarmachung der Kellergeschosse für Depots mit einer Gesamtfläche von 2.900m2
  • Einbau eines Personenlifts, eines Lastenlifts und eines Behindertenlifts
  • Ausbau des Dachgeschosses für Büroräume, Seminarräume mit einer Gesamtfläche von 2.500m2
  • Einrichtung der Bibliothek
  • Umbau der Werkstätten im Mezzanin
  • Modernisierung der Restaurierwerkstätten und der Textiliendepots
  • Wandtemperierung in den Schausälen und Reaktivierung des natürlichen Lüftungssystems ("Luftbrunnen")
  • Erneuerung der Elektrotechnik und Einbau einer Sicherheitstechnik
  • Komplettsanierung der Böden, der Fenster und des Stucks
  • Errichtung eines Vortragssaals, von Räumen für Museumspädagogik, eines Cafés, eines Museumsshops sowie von Besuchergarderoben
  • Sanierung des Eingangsbereiches

Schausäle im Hochparterre: 1.400m2 für Sonderausstellungen
(noch bis 28. September 2008: Tutanchamun und die Welt der Pharaonen)

Gesamtfläche Mezzanin: 3.000m2 für die permanente Schausammlung
An der Sanierung der historischen Ausstellungsvitrinen wird gearbeitet.

Im Oktober 2008 wird im Museum für Völkerkunde die Abteilung "Südasien , Südostasien und Himalayaländer" (2 Säle) als erster Bereich der neuen Schausammlung eröffnet.

Im Herbst 2008 nimmt das Museum für Völkerkunde auch sein Sonderausstellungs- und Veranstaltungsprogramm im eigenen Haus wieder auf. Die beiden Ausstellungsprojekte "Kunstvoller Widerstand. Krise und Kreativität in Sri Lanka" (18.11.2008 bis 12.1.2009) sowie "Straps & Bands. Textilien aus der Sammlung Foitl (2.12.2008 bis 2.3.2009), aber auch zukünftige Ausstellungspläne sollen in diesem Pressegespräch vorgestellt werden.

Ebenso wird über die rege Ausstellungstätigkeit des MVK in den letzten Jahren an anderen Veranstaltungsorten (Kunsthalle Krems, Kunsthalle Leoben, Schallaburg) berichtet werden. Die zahlreichen Neuerwerbungen des MVK seit 2001 werden überblicksweise zusammengefasst.

Weiters wird es auch eine ausführliche Darlegung der Zeit des Museums für Völkerkunde als Bestandteil des KHM-Verbundes mittels eine Powerpoint-Präsentation von Herrn Generaldirektor Dr. Wilfried Seipel geben.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Kunsthistorisches Museum mit MVK und ÖTM
Irina Kubadinow
Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
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