Europäische Automobilclubs - EAC: Massiver Protest gegen geplante Halbjahresvignette in Slowenien

Autoreisende sollen nicht zum Kauf einer 35 Euro teuren Vignette gezwungen werden - Notfalls Sammelklagen

Wien (OTS) - Mit Entschlossenheit setzen sich die im Verbund Europäischer Automobilclubs - EAC zusammengeschlossenen Autofahrerclubs, darunter der ARBÖ, gegen die geplante 35 Euro teure Autobahn-Vignette in Slowenien zur Wehr. Pünktlich zu Urlaubsbeginn sollen ab 1. Juli alle Autofahrer, die in Slowenien Autobahnen und Schnellstraßen benützen, dazu gezwungen werden, gleich eine Halbjahres-Vignette zu kaufen.

Diese von der slowenischen Regierung beschlossene Bemautung verstößt nach Ansicht des EAC gegen die Grundlagen der EU. Weil Urlauber lediglich zwischen einer Halbjahres- und einer Jahresvignette wählen können, liegt hier eindeutig eine Ungleichbehandlung innerhalb der EU vor. So musste Österreich beispielsweise auf Druck der EU-Kommission eine Zehn-Tages Vignette einführen, obwohl es in Österreich auch eine Zwei-Monatsvignette gab.

Der EAC fordert daher, dass Slowenien im Zuge der geplanten Mautumstellung (von einer kilometerabhängigen Maut auf eine Pauschale) umgehend auch eine Zehntages- bzw. Monatsvignette auflegt. Diese Erweiterung des Beschlusses sollte im Zuge von konstruktiven Gesprächen auf allen EU-Ebenen in den nächsten Tagen geschehen. Speziell die EU-Kommission wird aufgefordert, hier Stellung zu beziehen. Die derzeitige Zurückhaltung in dieser Frage sieht man beim EAC einfach nicht ein.

Sollte sich Slowenien in dieser Frage unbeweglich zeigen, schließt der EAC Sammelklagen für betroffene Mitglieder nicht aus.

Im EAC sind seit April 2008 der ARBÖ aus Österreich und die vier deutschen Autofahrerclubs - Autoclub Europa (ACE), Automobil-Club Verkehr Bundesrepublik Deutschland (ACV), Auto- und Reise Club Deutschland (ARCD) und der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) zusammengeschlossen.

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