Katholische Aktion kritisiert Rassismus...(2)

"Unverschämt" und "absurd"

Die Causa um die beiden "Longfield Gospel Choir"-Mitglieder im Wiener Restaurant "Zum Bettelstudent" wird noch Konsequenzen nach sich ziehen. Bei den beiden "Abgewiesenen" handelte es sich um österreichische Staatsbürger mit perfekten Deutschkenntnissen; die jugendliche Empfangsdame rechtfertigte sich allen Ernstes damit, dass sie nur den sogenannten "Richtlinien" der "Restaurantführung" folge. Chorleiter Michael Weilguny war Zeuge des Vorfalls in der Wiener City und verzichtete wie auch die anderen Sängerinnen und Sänger auf das "Privileg" eines Tisches im Restaurant. Im Gespräch mit "Kathpress" betonte er die Rolle der vier "Longfield Gospel"-Chöre - neben dem "Choir", der (den ebenfalls schwarzen) "Grammy"-Gewinner Bobby McFerrin schon einmal bei einem Auftritt in der Staatsoper begleitet hat, gibt es auch noch die Ensembles "Singers", "Workshop" und "Plattform". Die Sängerinnen und Sänger stammen großteils aus Österreich, aber es gebe auch Mitglieder aus anderen europäischen Ländern, aus den USA und aus Südafrika. Bei "Longfield Gospel"-Auftritten in den USA sei man nie mit vergleichbaren Vorbehalten konfrontiert gewesen. Umso "unverschämter" und "absurder" hätten es die Chormitglieder empfunden, dass es dunkelhäutigen Künstlern im Herzen der Kulturstadt Wien passieren kann, zur "persona non grata" zu werden. (ende)
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