Kapitalmarktbeauftragter Schenz zu Frauenquote in Aufsichtsräten

Wien (OTS) - Der Kapitalmarktbeauftragte und Vorsitzende des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance Richard Schenz spricht sich gegen den Vorschlag von Nationalratspräsidentin Prammer aus, per Gesetz vorzuschreiben, dass 40 % der Aufsichtsratsposten in Aktiengesellschaften mit Frauen zu besetzen sind.

Schenz: "Eine derartige zwingende gesetzliche Regelung wäre ein massiver Eingriff in die Aktionärsdemokratie und aus meiner Sicht auch verfassungsrechtlich problematisch. Die wichtige Frage der Geschlechterverteilung im Aufsichtsrat ist meiner Meinung nach besser und praxisgerechter im Wege der freiwilligen Selbstregulierung lösbar. Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass dieses Thema derzeit aktiv im Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance, in dem gerade eine Revision des Österreichischen Corporate Governance Kodex ausgearbeitet wird, diskutiert wird. Obgleich ich die Frage der Geschlechterverteilung im Aufsichtsrat eher dem Themenkomplex Corporate Social Responsibility zuordnen würde, ist für mich eine Berücksichtigung der Frage der Geschlechterverteilung im Aufsichtsrat in geeigneter Form im Rahmen des Corporate Governance Kodex grundsätzlich vorstellbar."

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