ÖSR: Tiefenbacher/Neubauer: Senioren Österreichs werden bei Gesundheitsreform verraten und verkauft

Wien (OTS) - "Vor drei Wochen wurde die komplette Demontage der Seniorenvertreter im Hauptverband beschlossen", stellten heute der Obmann des Österreichischen Seniorenringes Dr. Edwin Tiefenbacher und FPÖ-Seniorensprecher NAbg. Neubauer fest.

Gehe es nach den Vorstellungen von BM Buchinger und Kdolsky, sollten durch die Umwandlung des Hauptverbandes in eine Holding die Seniorenverbänden von Pensionistenverband, Seniorenbund und Österreichischer Seniorenring künftig von wichtiger Information abgeschnitten werden. "Demnach werden statt wie bisher drei Vertreter nur noch zwei (Blecha und Khol) des Seniorenrates die Interessen der Senioren im Hauptverband vertreten", ergänzte Neubauer.

"Das wäre im Sinne einer Verwaltungsvereinfachung noch erklärbar. Dass diese aber nur noch mit beratender Stimme in der Holding vertreten sein sollen, nicht aber mit Sitz- und Stimmrecht, zeigt erneut den Mangel an Respekt, den diese Bundesregierung gegenüber der Seniorengeneration an den Tag legt", so Tiefenbacher.

Diese "Reform", die man den Versicherten als "Entschlankung" verkaufen will, wurde nicht zuletzt durch die Unfähigkeit des Wiener GKK-Managements ausgelöst, die auf diese Weise zu Lasten der solventen Kassen von Salzburg, OÖ und Vorarlberg saniert werden soll. "Sollte dieser vorgelegte Vorschlag zur Gesundung der "kranken" Kassen umgesetzt werden, müssen die vorgenannten, finanziell gesunden Kassen künftig ihre Überschüsse zur Sanierung der maroden Kassen leisten und verlieren jeglichen Einfluss auf die finanzielle Gestion im Rahmen der neuen Holding", so Tiefenbacher. "Gewinner sind die der ÖVP zugerechneten SozialVA der Bauern, SVA der gewerblichen Wirtschaft sowie der Allgemeine Unfall Versicherungsanstalt (AUVA), sie werden mit 6 Sitzen vertreten sein" so Neubauer und Tiefenbacher. "Bundeskanzler Gusenbauer wird seinen Genossen erklären müssen, warum die Sozialdemokratie auch in dieser wichtigen Sozialfrage im wahrsten Sinn des Wortes umgefallen ist", so Tiefenbacher abschließend.

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