Schieder: Lateinamerika-Reise spiegelt auch Entwicklung des Kontinents wider

Wichtige und gute Gespräche über soziale Entwicklung, Technologie und wirtschaftliche Zusammenarbeit

Wien (SK) - "Die Reise der letzten Tage nach Lateinamerika
verdient sich auch eine parlamentarische Betrachtung, weil es neben einer Reihe von wichtigen Gesprächen auf Regierungsebene auch viele Gespräche und große Interesse auf parlamentarischer Ebene gab", erklärt der außenpolitische Sprecher und Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im Parlament, Andreas Schieder, am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz. Die wichtigen Themen bei den Staatsbesuchen in Argentinien, Brasilien und Chile sowie beim EU-LAC-Gipfel in Peru waren Klimaschutz, Technologie, wirtschaftliche Zusammenarbeit und soziale Kohäsion. ****

"Lateinamerika hat in den letzten Jahren, mit dem aktuellsten Beispiel Paraguay, einen demokratischen Wandel hin zu meist fortschrittlichen Regierungen vollzogen", so Schieder. Dieser Wandel sei die Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und soziale Entwicklung. "Aus unserer Sicht ist natürlich die demokratische Entwicklung der Parlamente von besonderem Interesse gewesen." Es könne aber nicht von einer einheitlichen Entwicklung gesprochen werden, weil sich zeige, dass jedes Land seine eigene Historie und damit auch seine eigene Entwicklung habe. Neben den Gesprächen mit Regierungsvertretern habe es auch viele und hochinteressante Gespräche mit parlamentarischen Vertretern - sowohl von Regierungs-als auch Oppositionsparteien - gegeben. "Es war faszinierend zu sehen, wie gut informiert die Abgeordneten in Lateinamerika über Entwicklungen in Europa sind."

Viel Interesse an österreichischer Facharbeiterausbildung

Wichtige Themen bei all diesen Gesprächen waren die soziale Kohäsion bzw. die Sozialsysteme in den verschiedenen Ländern. "Das war natürlich ein besonders spannendes Thema, geht es doch darum, in Ländern, die früher durch die große Spreizung der Gesellschaft aufgefallen sind, einen sozialen Ausgleich zu schaffen." Häufig gesprochen wurde auch über Technologie und damit einhergehend über Ausbildung von Fachkräften und Bildungspolitik. "Die Diskussion wird ganz ähnlich wie in Europa geführt: Know how wird auch in Lateinamerika als der Rohstoff der Zukunft betrachtet. Viel Interesse gab es in Brasilien und Chile an der österreichischen Facharbeiterausbildung, denn dort sind duale Systeme aus schulischer und praktischer Ausbildung bisher unbekannt."
Mit auf der Reise war auch die größte österreichische Wirtschaftsdelegation, die je die Region besucht hat. "Es ist auch als Außenpolitiker spannend und interessant zu sehen, welche Firmen aus Österreich Weltmarktführer sind und hier ihr Know how anbieten können."

Der Europa-Lateinamerika-Gipfel in Peru habe im Bereich des Klimaschutzes zumindest eine Einigung darüber gebracht, dass man sich einig darüber sei, dass es ein Nach-Kyoto-Übereinkommen geben müsse. "Auch diese Einsicht ist schon sehr viel wert", so Schieder.

Aus Sicht des Parlaments sei die Auseinandersetzung mit Lateinamerika ein längerer Prozess, betonte der außenpolitische Sprecher der SPÖ und nannte Treffen mit Botschaftern aus den Ländern der Region im Parlament, die in den letzten Monaten stattgefunden haben. "Im Interesse aller und um der Entwicklung in Südamerika auch Stabilität zu verleihen, braucht es weitere Kontakte auf parlamentarischer Ebene." (Schluss) js

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